Internationaler Frauentag

Kein Zurück zum "Heimchen am Herd"!

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Kein Zurück zum "Heimchen am Herd"!

Ein neuer Konservatismus – Was soll denn das sein?!
Konservative Rollenverteilung Budimir Jevtic, fotolia.com Die konservative Rollenverteilung trägt längst nicht mehr.

Zum Internationalen Frauentag am 8. März warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vor einem rückwärtsgewandten Konservatismus.

"Gleichberechtigung ist im Grundgesetz festgeschrieben", erklärte DGB-Vize Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Daran sollten sich auch jene erinnern, die jetzt eine neue Konservatismus-Debatte anzetteln wollen", so Hannack, die auch Vizevorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft ist.

Frauen und Männer wollten selbstbestimmt leben und Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können.

Ein Zurück zu Heimchen am Herd und dem Mann als Alleinverdiener – dieses Rollenmodell trägt doch längst nicht mehr.

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

"Ein neuer Konservatismus – Was soll denn das sein?! Die Union wird erstmals von einer Parteichefin und einer Generalsekretärin geführt, in der SPD-Bundestagsfraktion haben wir erstmals eine Fraktionsvorsitzende, das Bundeskabinett wird aller Voraussicht nach fast zur Hälfte aus Frauen bestehen", sagte Hannack.

Sie erhoffe sich davon einen Schub für die Gleichberechtigung.

Auch nach 100 Jahren Frauenwahlrecht gebe es immer noch keine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen. Bitter sei, dass im Bundestag so wenig Frauen säßen wie zuletzt vor 19 Jahren.

Die neue Regierung müsse alle Hürden in den Blick nehmen, die Frauen an einer gleichberechtigten Teilhabe am Erwerbsleben hindern.

Hannack sprach von einer Entgeltlücke, einer Arbeitszeitlücke und einer Rentenlücke zwischen Frauen und Männern.