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IAQ-Report: Sorgeberufe fair bezahlen!

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IAQ-Report: Sorgeberufe fair bezahlen!

CW-Index zeigt deutlich zu geringe Be­wertung und Bezahlung gegenüber gleichwertigen „Männerberufen“
Frau in Pflegeuniform zeigt rote Karte und bläst in eine Trillerpfeife milatas, Fotolia.com Rote Karte für die schlechte Bewertung und Bezahlung von Care-Berufen!

Aktuelle Analysen belegen deutlich zu niedrige Be­wertung und Bezahlung der hoch anspruchsvollen Sorgebe­rufe gegenüber gleichwertigen „Männerberufen“.

Kurz vorab: Der IAQ-Report ist ein Zwischenergebnis aus dem Projekt „Comparable Worth: Blinde Flecken in der Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps“ der Hans-Böckler-Stiftung.

Mit dem „Comparable Worth-Index" (oder deutsch: Gleichwertigkeitsindex) ist in diesem Zusammenhang ein Messinstrument geschaffen worden, welches sowohl Anforderungen als auch Belastungen (also die Arbeitsschwierigkeit) verschiedener Tätigkeiten zusammenfassend messen kann. Grundlage ist einerseits der Paarvergleich aus dem eg-Check, andererseits ein großer Datensatz mit Angaben über Anforderungen und Belastungen.

Der aktuelle IAQ-Report 02/2017 legt dabei seinen Fokus auf die sogenannten Care-Berufe. Die Analysen mit dem CW-Index zeigen deutlich zu geringe Be­wertungen und Bezahlungen der hoch anspruchsvollen Sorgebe­rufe gegenüber gleichwertigen „Männerberufen“.

Beispielsweise verdient die männlich dominierte Berufsgruppe der Führungskräfte im Bereich IT-Dienstleistungen im Schnitt knapp 17 Euro mehr pro Stunde als Fachkräfte in Pflege und Gesundheit trotz eines ver­gleichbaren Ausmaßes an Arbeitsanforderungen und -belastungen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die gegen­wärtigen Verdienste in Sorgeberufen leider kein Ergebnis einer sachgerechten und geschlechtsneutralen Bewertung sind.

Den vollständigen IAQ-Report 02/2017 findet ihr auf der Webseite des Instituts für Arbeit und Qualifikation IAQ.