Gleiches Geld

Mehrheit für Entgelttransparenz

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Mehrheit für Entgelttransparenz

Studie der Bundesregierung fordert mehr Transparenz bei geschlechtsspezifischen Entgeltstrukturen

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ - die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Lohngerechtigkeit, das mehr Transparenz bei geschlechtsspezifischen Entgeltstrukturen schaffen soll. Eine Studie zeigt nun: Sie hat damit den Großteil der Bevölkerung auf ihrer Seite. (Quelle: Deutscher Frauenrat)

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So sind 90 Prozent der Frauen und 76 Prozent der Männer über nicht gerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern empört.

Entsprechende Initiativen der Bundesregierung begrüßen alle Bevölkerungsgruppen, besonders aber jüngere Beschäftigte.

Kulturwandel: Gehalt nicht länger ein Tabu

Die repräsentative Studie, die das Delta-Institut für Sozial- und Ökologieforschung im Auftrag des Bundesfrauenministeriums durchführte, zeigt: Es hat längst ein „Kulturwandel weg von der Tabuisierung des Gehalts und hin zu Transparenz und Vergleichbarkeit“ stattgefunden.

Im Einzelnen befürworten:

  • 71 Prozent der Bevölkerung (75 Prozent der Frauen; 68 Prozent der Männer), dass die Durchschnittsgehälter von Positionen und Tätigkeitsbereichen im Betrieb allen bekannt sind,
  • 69 Prozent der Bevölkerung (73 Prozent der Frauen; 64 Prozent der Männer), dass Gehaltsstatistiken im Betrieb offengelegt und dann auch offen diskutiert werden,
  • 68 Prozent der Bevölkerung (72 Prozent der Frauen; 64 Prozent der Männer), wenn es ein Recht auf Auskunft über ihr Gehalt im Vergleich zum Durchschnitt der Beschäftigten im gleichen Tätigkeitsbereich gäbe.

Frauenrat fordert rasche Umsetzung in ein taugliches Gesetz

Den vorliegenden Referentenentwurf zur Gesetzesinitiative sieht der Deutsche Frauenrat als einen Anfang zur Durchsetzung von Lohngerechtigkeit. Hannelore Buls, Vorsitzende der Frauenlobby, hofft auf eine „rasche Umsetzung in ein taugliches Gesetz“.

Auf Kritik stößt dagegen, „dass Unternehmen erst ab 500  Beschäftigten zu betrieblichen Verfahren der Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit und zur Einführung einer Berichtspflicht über Frauenförderung und Entgeltgleichheit verpflichtet sind“.

Frauen dagegen seien größtenteils in kleineren Betrieben tätig. Sie wären damit von der gesetzlichen Regelung ausgenommen.

Weitere Informationen in der Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hier als PDF zum Download: