Gleiches Geld

Frauen verdienen weniger und zahlen mehr!

Gleiches Geld

Frauen verdienen weniger und zahlen mehr!

Gender-Pricing: Für gleichwertige Produkte gilt oft ein Preisaufschlag für Frauen

Frauen verdienen in Deutschland nicht nur durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer, sie bezahlen oftmals auch für gleiche Produkte und Dienstleistungen mehr. (Quelle: Deutscher Frauenrat, Infodienst)

Parfümflaschen: in rosa für die Frau und in blau für den Mann Foto: Urric / Shutterstock.com Der kleine (Preis-)Unterschied: Außen anders, innen gleich

Frauen müssen deutlich mehr als Männer für gleiche Produkte bezahlen, die nur in unterschiedlicher Aufmachung oder Bezeichnung daherkommen.

Das bestätigte die Stiftung Warentest bereits im vergangenen Jahr, zum sogenannten Gender-Pricing gibt es mehrere Studien.

Preisunterschiede nicht nachvollziehbar
Die Verbraucherorganisation untersuchte Rasierklingen, Kosmetik oder auch Dienstleistungen wie die Reinigung von Kleidung oder den Besuch beim Friseur.

Dabei stellte sich zum Beispiel heraus, dass bei neun unterschiedlichen Rasierprodukten aus Drogeriemärkten die Preise für die Frauenvariante durchschnittlich um 40 Prozent höher lagen.

"Warum ein baugleicher Rasierer, der sich nur in der Farbe unterscheidet, für Frauen deutlich mehr kosten soll, ist für uns nicht nachvollziehbar," so die Stiftung Warentest.

Auch warum Frauen für Dienstleistungen wie etwa einen Kurzhaarschnitt mehr bezahlen sollen als Männer, stellen die Verbraucherschützer_innen zurecht in Frage.

Wir fordern ein Ende des Gender-Marketings, damit die Preise nicht vom Geschlecht des Käufers, sondern von der Funktion des Produkts oder der erbrachten Dienstleistung abhängen!

Gaelle Couraud von der Organisation Georgette Sand gegenüber der taz

Preisdiskrimi-nierung nicht nur in Deutschland
In den US-Bundes-staaten New York und Kalifornien gibt es bereits Verbote, die eine solche Praxis untersagen. Der taz zufolge drohen in Kalifornien Bußgelder von bis zu 4.000 Euro.

In Frankreich wiederum wehren sich Frauenrechtlerinnen seit geraumer Zeit gegen die geschlechterdiskriminierende Preispolitik.

Stiftung Warentest: Frauen werden doppelt benachteiligt
Und auch die Stiftung Warentest fordert Hersteller und EinzelhändlerInnen auf, „die Preisdiskriminierung von Frauen zu unterlassen. Denn Frauen werden mit diesen Tricks doppelt benachteiligt, weil sie darüber hinaus meist noch weniger Geld verdienen als Männer“.

Den vollständigen Artikel zum Gender Pricing sowie weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Webseite des Deutschen Frauenrats.