Gute Arbeit gestalten

DGB fordert weniger Bürokratie für private Haushaltshilfen

Gute Arbeit gestalten

DGB fordert weniger Bürokratie für private Haushaltshilfen

Bisherige Maßnahmen gegen Schwarzarbeit sind eine "Luftnummer"
Haus- und Pflegepersonal: Raus aus der Schattenwirtschaft! Foto: Alexandra H. / pixelio.de Private Haushaltshilfen: Raus aus der Schattenwirtschaft!

Rund 3,6 Millionen Haushaltshilfen arbeiten in deutschen Privathaushalten, davon 80 Prozent schwarz. Der "Minijob" hat als Maßnahme der Politik nichts daran geändert. Die Frauen in ver.di fordern mit dem DGB, endlich eine einfache legale Beschäftigung in Privathaushalten zu ermöglichen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsformen zu schaffen. (Quelle: Meldung des Deutschen Gewerkschaftsbunds vom 02.08.2016)

Zur heute bekannt gewordenen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), nach der rund 80 Prozent der 3,6 Millionen Haushaltshilfen schwarz arbeiten, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach: "Die Maßnahmen zur Reduzierung der Schwarzarbeit in Privathaushalten haben sich als Luftnummer erwiesen. Vor allem die Minijobregelung ist ein klassischer Fehlanreiz, der beendet werden muss. Denn oft wird ein Minijob legal angemeldet, während weitere in Schwarzarbeit verrichtet werden."

Legale Beschäftigung muss gezielt gefördert werden
"Die bürokratischen Verfahren bei legaler Beschäftigung in Privathaushalten müssen vereinfacht und die Beschäftigung muss gezielt gefördert werden. Steuerermäßigungen greifen hier zu kurz. Dieser Reformschritt wird von der Politik auf die lange Bank geschoben. Diese Daten zeigen, wie notwendig er ist," so Buntenbach weiter.

Der DGB hat in einem Grundsatzbeschluss eine grundlegende Kehrtwende für die Beschäftigung in Privathaushalten empfohlen. Der Beschluss  "Arbeitsplatz Privathaushalt – Gute Arbeit ist möglich" steht hier als Download zur Verfügung: