Existenzsicherung

Kinderarmut überwinden!

Existenzsicherung

Kinderarmut überwinden!

DGB-Reformvorschläge zur Situation von Alleinerziehenden und für ein verbessertes Kinder- und Wohngeld.
Mädchen isst Brot Kind Armut Slava Samusevich, Shutterstock.com Kinderbezogene Leistungen und das Wohngeld müssen grundlegend reformiert werden!

Immer wieder richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf die prekäre Situation von Alleinerziehenden – kein Wunder: Das Armutsrisiko von Ein-Eltern-Familien ist besonders hoch, die Hälfte aller Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden. Und: 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

Auch die DGB-Bundesfrauenkonferenz hat jüngst einen Beschluss „Wirksame Unterstützung von Alleinerziehenden“ gefasst. 

Aber: Obwohl immer mehr Alleinerziehende erwerbstätig sind, sind Löhne und Sozialleistungen offenbar häufig zu niedrig, um wirksam vor Armut zu schützen.

In Mehrpersonenhaushalten können auch Mindest- und Tariflöhne nicht immer sicherstellen, dass ein Haushaltseinkommen erreicht wird, mit dem sich der Lebensunterhalt unabhängig von Hartz IV sicherstellen lässt.

Hinzu kommt, dass der Kinderzuschlag nach geltendem Recht bei vielen Familien, die dringend Unterstützung brauchen, nicht ankommt – und, dass das Wohnen in vielen Städten immer teurer wird.

Der DGB fordert deshalb, kinderbezogene Leistungen und das Wohngeld grundlegend zu reformieren und zu verbessern.

Das Ziel ist: Kein Haushalt mit einem Einkommen aus Vollzeit-Erwebstätigkeit soll Hartz IV beziehen müssen, nur weil in ihm Kinder leben oder die Wohnkosten zu hoch sind.

Den Beschluss des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands zum Thema findet ihr zu eurer Information und zur Unterstützung in der politischen Diskussion auf der Website des DGB: