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Textilarbeiterinnen Bangladesh „Meine tiefe Dankbarkeit an die …

Solidarität

Textilarbeiterinnen Bangladesh „Meine tiefe Dankbarkeit an die ver.di-Frauen!“

„Joly - Sponsoring von Organizerinnen“ in Bangladesch

Vor einem halben Jahr veröffentlichten wir einen Unterstützungaufruf zur Initiative von ver.di-Frauen aus Duisburg. Sie gründeten das Projekt „Joly - Sponsoring von Organizerinnen“ in Bangladesch. Inzwischen fanden auf vielen ver.di-(Frauen-)Konferenzen quer durch Deutschland Sammlungen statt und das Projekt wurde bekannt gemacht. Mindestens zwei weitere Organizerinnen können schon jetzt finanziert werden. Die Vorsitzende der Gewerkschaft GWTUC aus Bangladesch, Joly Talukder (37 Jahre) hat auf einer Veranstaltung des ver.di Bezirksfrauenrats Duisburg-Niederrhein am 13.10.2014 berichtet, das 1,5 Jahre nach der Rana-Plaza Katastrophe kaum Entschädigungen bezahlt wurden, die verbesserten Brandschutzbestimmungen nicht umgesetzt werden und sich an der Lage der Frauen nur dann etwas verbessert, wenn sie sich in der Gewerkschaft organisieren. Viele sind seit der Katastrophe traumatisiert oder auch durch Behinderung arbeitsunfähig. Sie leben in absoluter Armut.

Vorsitzende der GWTUC: Joly Talukder mit ver.di-Frauenfahne ver.di FuG Joly Talukder  – Vorsitzende der GWTUC: Joly Talukder mit ver.di-Frauenfahne

In einem bewegenden Brief schreibt Joly Talukder an die ver.di-Frauen:

„Herzliche Grüße im Namen der kämpfenden Frauen der Bekleidungsindustrie vom Bangladesh. Wir sind Euch für Eure Solidarität und finanzielle Unterstützung wirklich dankbar. Eure Solidarität wird unseren Kampf stärken.

Die Bekleidungsindustrie ist der größte Industriesektor in Bangladesch und beschäftigt 4 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter. Es ist eine sehr bedeutende Aufgabe für uns, eine starke Organisation aufzubauen, so dass wir angemessen gegen die Überausbeutung, die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Misshandlungen und die Folter kämpfen können.

Asma Aktar Organizerin ver.di FuG Asma Aktar Organizerin  – Organizerin Asma Aktar

Um bessere Löhne und Lebensstandards sichern zu können brauchen wir eine unabhängige Organisation mit einer wirklichen Massenbasis. Dafür brauchen wir mehr Organizerinnen wie Asma. Neben anderen spielen mindestens 50 Organizerinnen unserer Organisation eine sehr wichtige Rolle beim Aufbau einer starken und vereinigten Gewerkschaft in verschiedenen Industriebereichen.

So Arbeiten für die Organisation und gleichzeitig hart für ihren Lebensunterhalt. Wir haben einige Schulungprogramme, so das sie ihr politisches Verständnis und andere Fähigkeiten verbessern können. Natürlich werden sie damit Anführerinnen der Bekleidungsarbeiterinnen wie Asma. Im nächsten Zentralkommiteetreffen der Gewerkschaft werden wir eine weitere von ihnen als Vollzeitfunktionärin bestimmen. Das Geld, das Ihr gesendet habt, setzen wir für die Bezahlung ihres Lohns ein. So ist Euer Beitrag sehr wertvoll für uns und die Arbeiterbewegung in Bangladesch.

Wir möchten unser Solidarität mit den Ver.di-Frauen zum Ausdruck bringen“

 

Da wir dies ein tolles Beispiel für aktive Frauenarbeit ganz im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ vor Ort finden, hoffen wir weiterhin auf Eure zahlreiche Unterstützung durch Spenden und Sammelaktionen, um dieses Projekt auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können. Es werden noch viele „Organizerinnen“ benötigt, um gegen die mörderischen Arbeitsbedingungen aktiv vorgehen zu können.

 

Radiointerview mit Joly Talukder am 14.10.2014 im WDR 5:

http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/stimme_der_frauen100.html

Spendenkonto:
Verein z. F. Weltfrauenkonferenz, Volksbank Kirchhellen, IBAN: DE68424614355608718401, BIC: GENODEM1KIH  Stichwort: Projekt Joly. (Das ist auch steuerabzugsfähig.)