Bundesfrauenkonferenz

Dokumentation

Bundesfrauenkonferenz

Rückblick auf die 3. BFK

Vom 13. bis 15. Mai 2011 trafen sich rund 260 ver.di-Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet zur 3. Bundesfrauenkonferenz in Fulda.

Unter dem Motto „Gleichstellung schafft Gerechtigkeit“ zogen sie Bilanz der letzten vier Jahre und berieten die Positionierungen für die Zukunft. Zentrale Themen waren eigenständige Existenzsicherung, Entgeltgleichheit und Gleichstellung im Betrieb.

  • Eröffnung durch Margret Mönig-Raane

    Margret Mönig-Raane, stellvertretende ver.di-Vorsitzende Petra Pelikan BFK Margret Mönig-Raane, stellvertretende ver.di-Vorsitzende  – Margret Mönig-Raane, stellvertretende ver.di-Vorsitzende

    „Brot und Rosen“ heißt heute „Gute Arbeit – gutes Leben“. Das wollen wir! -  eine Kernaussage der Eröffnungsrede von Margret Mönig-Raane, stellvertretende ver.di-Vorsitzende und für die Frauenpolitik in ver.di zuständig.

    Am Schluss der 3. ver.di-Bundesfrauenkonferenz nahm Margret Mönig-Raane, langjährig auch für Frauen- und Gleichstellungspolitik verantwortlich, Abschied von „ihren“ Frauen. Sie wird beim ver.di-Bundeskongress im September 2011 nicht wieder kandidieren und in den Ruhestand treten. Die Konferenz verabschiedete sie mit langanhaltendem stehendem Applaus.

  • Podiumsrunde: Gleichstellung schafft Gerechtigkeit

    In der Podiumsrunde mit Politikerinnen aller Parteien (Beate Müller-Gemmeke, Bündnis 90/Grüne; Ulla Lötzer, Die Linke; Caren Marks, SPD und Abteilungsleiterin für Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Eva-Maria Welskop-Deffaa) wurde über die Konsequenzen aus dem Gutachten zum Bundesgleichstellungbericht (www.gleichstellungsbericht.de) für die Frauen- und Gleichstellungspolitik in Deutschland beraten.

    Podiumsgäste Petra Pelikan  – v. l. n. r.: Eva Maria Welskop-Deffaa, Leiterin Abt. Gleichstellung im BMFSFJ, Margret Mönig-Raane, die Moderatorin Dr. Alexandra Wagner, Caren Marks, MdB SPD, Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Ulla Lötzer, MdB Die Linke
    Podiumsgäste Petra Pelikan  – Caren Marks, MdB SPD, Beate Müller-Gemmeke, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Ulla Lötzer, MdB Die Linke

    Aus Sicht der Podiumsgäste schlägt das Gutachten die richtige Richtung der „Lebensverlaufsperspektive“ ein. Die langjährigen Forderungen der ver.di Frauen nach Existenzsicherung und Entgeltgleichheit, Eigenständigkeit und Gleichstellung werden mit diesen wissenschaftlichen Arbeiten bestätigt. Der besondere Blick auf den Zusammenhang mit dem reformbedürftigen Rollenbild im deutschen Recht schafft eine wichtige Grundlage dafür, die Ziele zu erreichen, die ver.di-Frauen und ihre Bündnispartnerinnen verfolgen.

    Gespannt erwarten wir die Äußerungen der Bundesregierung zum Gutachten.

    Hintergrund auf unserer Themenseite Gleichstellungsgesetze
    Website: www.gleichstellungsbericht.de

  • Politisches Grußwort

    Verónica Fernández Méndez Petra Pelikan BFK Verónica Fernández Méndez  – Verónica Fernández Méndez

    Ein Highlight der Konferenz war das politische Grußwort von Verónica Fernández-Méndez, Abteilungsleiterin für Chancengleichheit bei der im Dienstleistungssektor aktiven Gewerkschafts-Internationale „UNI global union“.

    Sie berichtete über den Erfolg der UNI-Frauen, dass in den UNI-Statuten jetzt eine 40-Prozent-Frauenquote verankert ist.

    Globalisierung brauche auch globalisierte Gewerkschaften, appellierte sie an die Teilnehmerinnen und dankte für unsere Unter­stützung.

     

    Film/Animations-Beiträge zu sehen im Kanal von UNIglobalunion auf youtube.com:

  • Nominierung für den Gewerkschaftsrat

    Nominierung der zwei Vertreterinnen der Frauen im Gewerkschaftsrat und jeweils zwei Stellvertreterinnen gem. §41, Ziffer 2+3 ver.di-Satzung durch die Bundesfrauenkonferenz.

    1. Monika Brandl, LBZ Bayern, FB 9, 1. Stv. ManuelaRukavina, LBZ Baden-Württemberg, FB 13, 2. Stv. Barbara Kammer, LBZ Nord, FB 7
    2. Margaretha Müller, LBZ Berlin-Brandenburg, FB 13, 1. Stv. Barbara Henke, LBZ Nordrhein-Westfalen, FB 10, 2. Stv. Silvia Heinemann, LBZ Niedersachsen/Bremen, FB 2
  • Diskussion: Zukunft der Frauen-/Gleichstellungspolitik

    Podiumsrunde Petra Pelikan Podiumsrunde  – v.l.n.r: Monika Brandl (Vorsitzende des ver.di-Gewerkschaftsrates), Frank Bsirske ( ver.di-Vorsitzende), Ines Schmidt (Gesamt-Frauenvertreterin der Berliner Verkehrsbetriebe BVG), Marita Rosenow (Moderation ), Mandy Tietgen, Yvonne Baumann, Barbara Henke (Vorsitzende des Bundesfrauenrats)

    Im zweiten Diskussions-Block „Zukunft der Frauen- und Gleichstellungspolitik in ver.di“ diskutierten der ver.di-Vorsitzende, Frank Bsirske, und die Vorsitzende des ver.di-Gewerkschaftsrates, Monika Brandl mit drei Kolleginnen des Bundesfrauenrates.

    Ines Schmidt Petra Pelikan Ines Schmidt  – Ines Schmidt, Gesamt-Frauenvertreterin der Berliner Verkehrsbetriebe BVG, beschrieb anschaulich und amüsant, warum es gerade in großen Konzernen Politik für Frauen geben müsse.
    Yvonne Baumann Petra Pelikan Yvonne Baumann  – Yvonne Baumann schilderte unter anderem, wie im Bildungsbereich mit Befristungen und Niedriglohn gearbeitet wird und welche Folge dies für Universitäts-Beschäftigte haben kann.
    Mandy Tietgen Petra Pelikan Mandy Tietgen  – Mandy Tietgen stellte ihre Situation als Studentin mit Kind dar, die auch noch ein Ehrenamt in ver.di ausübt.

    Speziell für junge Frauen in ver.di ist ein Mitglieds- und Arbeits-Klima zu schaffen, das sie willkommen heißt und das sie zu aktivem Engagement in ver.di motiviert und unterstützt, so die einhellige Meinung. Gute Initiativen sind beispielsweise Mentoring-Programme, aber auch ein Nachdenken über Sitzungskultur und Sitzungszeiten, über Kinderbetreuung und mehr. Die Übergänge von der ver.di-Jugend zur weiteren Gewerkschaftsarbeit sind zu ebnen. Hierzu hat die Konferenz auch einen Antrag verabschiedet, der von der ver.di-Jugend initiiert worden war.

    Frank Bsirske hob hervor, ver.di könne stolz darauf sein, als „die“ Gewerkschaft mit dem 50prozentigen Frauenanteil erreicht zu haben, dass dieser in der Organisation entsprechendes Gewicht habe und mit der Frauen-Mindestquote umgesetzt werde. Beispielsweise waren damit die ver.di-Landesleitungen sogar „überproportional“ mit Frauen zu besetzen:

    • Zwei von drei Positionen einer Landesbezirksleitung haben Frauen inne, und zwar mit einer Ausnahme in allen anderen Landesbezirken.
    • Im ver.di-Bundesvorstand war eine Aufteilung je zur Hälfte möglich (7 Frauen und 7 Männer).

     

  • Mündlicher Geschäftsbericht

    Barbara Henke Petra Pelikan Barbara Henke  – Vorsitzende des Bundesfrauenrats (BFR)

    Die Erhöhung des Anteils von Gewerkschaftssekretärinnen sei auch deshalb wichtig, erläuterte Barbara Henke in ihrem mündlichen Geschäftsbericht, weil die hauptamtliche Unterstützung der Frauen- und Gleichstellungspolitik für die Zukunft gesichert und verbessert werden muss. Die Konferenz forderte den Gewerkschaftsrat in einem entsprechenden Antrag auf, für die Budgetierungsrichtlinie, die ab 2012 neu verhandelt werden soll, verbindliche Kriterien für die Ausstattung der Frauen- und Gleichstellungspolitik festzulegen.

    • Der Geschäftsbericht zur 3. ver.di-Bundesfrauenkonferenz, kann kostenlos in der ver.di-Bundesverwaltung, Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik bestellt werden.
    Hannelore Buls Petra Pelikan Hannelore Buls  – Leiterin Bereich FuG

    Im Jahr 2011 hat ver.di zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass gab Hannelore Buls eine frauenpolitische Anmerkung und lobte – stellvertretend für viele andere aktive Kolleginnen – einige Protagonistinnen der Bundesebene.

    Gruppenfoto Petra Pelikan Bundesfrauenrat und Hauptamtliche  – Danach wurden der Bundesfrauenrat und die hauptamtlichen Frauenpolitikerinnen auf die Bühne gebeten und erhielten einen Applaus zum Dank für die Arbeit.
    Bundesfrauenrat Petra Pelikan Bundesfrauenrat  – Dem gesamten Bundesfrauenrat wurde für seine geleistete Arbeit mit viel Beifall gedankt.

    Danke an alle!

  • Antragsberatung

    Präsidium Petra Pelikan Präsidium  – von links: Barbara Henke, Ute Maier, Margaretha Müller, Anita Vooren, Barbara Kammer, Hannelore Buls
    Plenum Petra Pelikan Plenum  – Das Plenum bei der Abstimmung der Anträge durch delegierte Kolleginnen aus dem ganzen Bundesgebiet.

    Insgesamt wurden über einhundert Anträge verhandelt und beschlossen. Sie spiegeln wider, dass die ver.di-Frauen programmatisch hervorragend aufgestellt sind und sich der Umsetzung ihrer inhaltlichen und organisationspolitischen Ziele widmen und nach ihrem Grundsatz „Politik von und für Frauen“ ihre Interessenvertretung innerhalb und außerhalb der Organisation fortführen können.

    Antragskommission Petra Pelikan Antragskommission

    In der Übersicht der Beschlüsse sind nur neue Anliegen aufgeführt, weiterhin berechtigte Forderungen, die mit „erledigt“ zu votieren waren, werden hierin nicht gelistet.

  • Pressespiegel

    Die Bundesfrauenkonferenz in der Presse: