Internationaler Frauentag

ver.di zum Internationalen Frauentag

Aktionstage

ver.di zum Internationalen Frauentag

Frauen halten die Gesellschaft am Laufen, ohne Frauen stehen die Räder still!
DGB Frauen IFT Frauentag 2019 Logo DGB Frauen Der diesjährige Frauentag steht im Zeichen der Europawahl 2019: Geht wählen für ein soziales, demokratisches Europa!

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2019 macht ver.di darauf aufmerksam, dass Frauen neben ihrer Erwerbsarbeit täglich 81 Minuten mehr als Männer unbezahlte Sorgearbeit leisten. Mit dieser Arbeit, mit der sie andere Menschen pflegen und umsorgen, übernehmen die Frauen Verantwortung und halten die Gesellschaft am Laufen!

Frauen erledigen einen Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung. Das belegt auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): Der neue Wochenbericht untersucht den sogenannten Gender Care Gap. Demnach verrichten in Paarhaushalten Frauen deutlich mehr unbezahlte Hausarbeit und sind länger für Kinderbetreuung zuständig.

"Weder in der Anerkennung der unbezahlten, noch in der Vergütung der bezahlten Sorgearbeit, also in der Pflege, Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie der Versorgung anderer, spiegelt sich wider, welche gesellschaftlich wichtige, unverzichtbare Arbeit zu 80 Prozent von Frauen geleistet wird", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger, zuständig für Handel, Frauen- und Gleichstellungs- sowie Genderpolitik.

Weder in der Anerkennung noch in der Vergütung von Sorgearbeit spiegelt sich wider, welche gesellschaftlich wichtigen, unverzichtbaren Aufgaben zu 80 Prozent von Frauen geleistet werden!

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

"Es muss zu einer Umverteilung dieser Aufgaben zwischen den Geschlechtern kommen. Das heißt, Männer müssen mehr in die Verantwortung." Zudem sei es notwendig, dass die private Sorgearbeit durch Profis unterstützt werde, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erreichen. Eine breite Palette von Unterstützungsangeboten sollte leicht zugänglich und für alle erschwinglich sein und für die Beschäftigten in geregelten, sozial abgesicherten Arbeitsverhältnissen erfolgen.

"Die beruflichen Profis in den Kitas, den Krankenhäusern und in der Altenpflege betteln nicht länger um Wertschätzung und Anerkennung. Erzieherinnen, Kranken- und Altenpflegerinnen sowie Sozialarbeiterinnen organisieren sich zunehmend gewerkschaftlich und verschaffen sich in Tarifauseinandersetzungen Respekt. Das ist eine gute Entwicklung", betont Sylvia Bühler, im ver.di-Bundesvorstandsmitglied zuständig für Gesundheit und soziale Dienste.

"Den steigenden Fachkräftebedarf im Sozial- und Gesundheitswesen wird man nur decken können, wenn man anständig bezahlt und gesetzliche Vorgaben für eine Personalausstattung macht, damit die Arbeit gut geschafft werden kann."

Seid dabei und beteiligt euch am Freitag, den 08. März 2019, an gewerkschaftlichen Aktivitäten: Hier findet ihr unsere Veranstaltungstipps!

Mehr Infos rund um den Frauentag auf unserer Aktionsseite