Feminismus heute

Breites Bündnis fordert: Weg mit § 219a!

Feminismus

Breites Bündnis fordert: Weg mit § 219a!

Verbände und Organisationen treiben Debatte zur weiblichen Selbstbestimmung weiter voran.
ver.di-Frauen in Aktion gegen §219a Kaja Napotnik / Frauen in ver.di ver.di-Frauen in Aktion gegen §219a

#§ 219a StGB ist Ausdruck eines haarsträubenden Frauenbildes: Wer unterstellt, Frauen beenden ihre Schwangerschaft, weil die Werbung ein gutes Angebot verspricht, stellt die Not der Frauen zynisch in Frage!

Wir Frauen in ver.di stehen hinter der Forderung der DGB-Frauen auf Selbstbestimmung und freie Arzt- oder Ärztinnenwahl von Frauen. Auch der DGB-Bundeskongress Mitte Mai 2018 befürwortete einhellig die Aufhebung von §219a StGB.

Und auch der Deutsche Frauenrat fordert im Juni 2018 erneut die Abschaffung des § 219a StGB und setzt sich ein für einen uneingeschränkten Zugang zu sachlichen Informationen über legale Schwangerschaftsabbrüche und das Recht auf Selbstbestimmung und freie Arzt- oder Ärztinnenwahl von Frauen.

Zu diesem Thema engagierten sich die DGB-Frauen bereits im April 2018 in einem breiten Bündnis mit anderen Verbänden und Organisationen.

Im Kontext der Debatte über das Verbot von Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch hatten der AWO-Bundesverband und das Zukunftsforum Familie Anfang April eine gemeinsame Verbände-Erklärung für die Aufhebung des § 219a StGB initiiert, die am 23. April 2018 als offener Brief veröffentlicht wurde.

Auch die DGB-Frauen wurden hierfür angefragt und hatten zugestimmt, dem engeren Kreis der Initiatorinnen anzugehören, um den Brief an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger gemeinsam inhaltlich abzustimmen. 

Insgesamt hatten schließlich 26 Verbände und Organisationen unterzeichnet.

Der offene Brief steht hier als PDF zur Verfügung:

 

 

  • Pressespiegel und weitere Infos

  • Die Unterzeichnenden auf einen Klick

    • Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
    • AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
    • Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
    • Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik Bündnis 90/DIE GRÜNEN (BAG Frauenpolitik)
    • BAG – Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
    • Bundesjugendwerk der AWO e.V.
    • BFF Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Frauen gegen Gewalt e.V.
    • Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V.
    • Bundesverband der Mütterzentren e.V.
    • Bundesverband Liberale Frauen e.V.
    • Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
    • DGB Frauen
    • Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
    • Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)
    • Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)
    • Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
    • Feministische Offensive der LINKEN.
    • Humanistischer Verband Deutschlands (HVD)
    • Landesverband Mütter- und Familienzentren in Bayern e.V.
    • Netzwerk Frauengesundheit Berlin
    • pro familia Bundesverband e.V.
    • Schwangerschaftsberatungsstelle BALANCE
    • SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender (SHIA) e.V. Bundesverband
    • Sozialverband Deutschland e.V. SoVD
    • Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV)
    • Zukunftsforum Familie e.V.
  • Freispruch für Kristina Hänel!


    Wir fordern das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, auf Informationen über legale Schwangerschaftsabbrüche und wir fordern den Freispruch für Kristina Hänel!

    Kristina Hänel schreibt auf ihrer Homepage, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt und gibt Informationen zu einem straflosen Schwangerschaftsabbruch.

    Deshalb wird Kristina Hänel vorgeworfen, gegen den § 219a StGB zu verstoßen und ist angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu machen, die nach diesem Paragrafen verboten ist.

    Dieser Paragraf wird zunehmend von Abtreibungsgegnern genutzt (um nicht zu sagen: missbraucht), um Frauenärztinnen anzuzeigen und einzuschüchtern.

    Die Anzeige und wiederholte Anklage gegen Kristina Hänel ist Ausdruck der wachsenden rückwärtsgewandten und antifeministischen Stimmung und Haltung in Deutschland. Und dieser Prozess ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Deswegen: Weg mit § 219a!