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Sonderstudie zeigt Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Berufsausbildung.
Frau Online Meeting Videokonferenz Corona Lernen Ausbildung Jugend Julia M Cameron, pexels.com Junge Menschen am Beginn ihrer Berufsausbildung hat die Pandemie besonders hart getroffen.

Eine Sonderstudie der DGB Jugend zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Berufsausbildung zeigt die Probleme von Azubis in der Pandemie.

(Text: Heike Langenberg für ver.di NEWS, Ausgabe 13/2021)

Corona hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Besonders hart hat die Pandemie aber auch diejenigen getroffen, die jetzt ihre Ausbildung beginnen. Oder beginnen sollten. Der Ausbildungsmarkt sackt ab, es werden immer weniger Ausbildungsplätze angeboten. Das ist ein Ergebnis einer Sonderstudie der DGB Jugend zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Berufsausbildung.

2020 lag die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge erstmals seit 40 Jahren unter 500 000. Die vergangenen anderthalb Jahre waren für Schüler*innen geprägt von Homeschooling, Selbstlernen und Unterrichtsausfall. Praktika schon während der Schulzeit, die vielfach einen ersten Einblick ins Berufsleben ermöglichen, waren – wenn überhaupt – nur erschwert möglich. Aber selbst wer einen Ausbildungsplatz bekommen hat, dem viel es schwer, mit Zwangsurlaub, Homeoffice und Kurzarbeit von einer wirklichen Ausbildung zu sprechen.

Die Gewerkschaftsjugend hatte sich zwar früh für einen „Schutzschirm für die Ausbildung“ eingesetzt, der auch Teil des Konjunkturprogramms geworden ist, doch die damalige DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte warnt gemeinsam mit der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Elke Hannack im Vorwort der Sonderveröffentlichung: „Der dualen Berufsausbildung droht ein dauerhafter Substanzverlust, wenn es nicht endlich strukturelle Änderungen gibt.“

Zukunftsfonds bilden!

Die DGB Jugend fordert daher eine gesetzliche Ausbildungsgarantie mit einem umlagefinanzierten Zukunftsfonds für die Generation Corona. Berufsschulen sollten mit einer Digitalisierungs- und Förderungsoffensive gestärkt werden, alle Azubis sollten auf umfassende Unterstützung zurückgreifen können. Die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung ermögliche es zudem, die Fachkräfte auch im Betrieb zu halten.

Die Corona-Ausbildungsstudie zeigt darüber hinaus deutliche Qualitätsprobleme von Berufsschulen und Betrieben auf. Hinzu kommt immer wieder eine drohende Insolvenzgefahr bei einigen Ausbildungsbetrieben – und damit verbunden die Angst der Nachwuchskräfte, die eben begonnene Ausbildung vielleicht gar nicht in diesem Betrieb beenden zu können:

  • Mehr als ein Drittel von ihnen hat sehr große oder große Sorgen, die Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können.
  • 72 Prozent geben an, dass sie sich in ihrem Alltag von den Auswirkungen der Corona-Krise stark belastet fühlen.
  • Bei mehr als der Hälfte wirkt sich das auch auf die Ausbildung aus.

Die vollständige Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit „Corona-Ausbildungsstudie“ gibt es hier als PDF zum Download!

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© Kay Herschelmann