Für junge Beschäftigte

Ein großer Schritt zur Aufwertung von frauendominierten Berufen

Junge Beschäftigte

Ein großer Schritt zur Aufwertung von frauendominierten Berufen

Historische Tarifeinigung: Erstmals Ausbildungsvergütung in betrieblich-schulischen Gesundheitsberufen

ver.di hat mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) eine Einigung über einen Tarifvertrag für die Auszubildenden in betrieblich-schulischen Gesundheitsberufen erzielt.

Ein Novum, denn bislang mussten Auszubildende in den Bereichen Diätassistenz, Ergotherapie, Logopädie, medizinisch-technische Assistenz, Orthoptik und Physiotherapie ganz ohne Ausbildungsvergütungen auskommen.

„Das ist eine historische Tarifeinigung. Erstmals in der Geschichte erhalten die Auszubildenden in diesen Berufen des Gesundheitswesens eine Ausbildungsvergütung“, kommentierte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske die Einigung.

Inhalt der Tarifeinigung ist, dass die Ausbildungsbedingungen in diesen Gesundheitsberufen ab 1. Januar 2019 erstmals überhaupt durch Tarifverträge geregelt werden und die Auszubildenden erstmals eine Ausbildungsvergütung erhalten.

Mit den Ländern wurde darüber hinaus vereinbart, dass die Auszubildenden im Sanitäts-/Rettungsdienst ebenfalls (wie bereits im kommunalen Bereich) in den Geltungsbereich des Tarifvertrages einbezogen werden.

Das ist auch ein großer Erfolg für die Auszubildenden, die diese Forderung erhoben und nicht lockergelassen haben. Das zeigt: Gewerkschaft lohnt sich!

Frank Bsirske, Vorsitzender der ver.di

Danach beträgt das Ausbildungsentgelt nun im:

  1. Ausbildungsjahr 965,24 Euro,
  2. Ausbildungsjahr 1.025,30 Euro
  3. Ausbildungsjahr 1.122,03 Euro

Bisher mussten die Auszubildenden ihren Lebensunterhalt während der dreijährigen Ausbildung selbst finanzieren oder ihnen standen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) als Darlehen zu.

An Universitätskliniken werden rund 1.800 Schülerinnen und Schüler und an kommunalen Krankenhäusern rund 1.700 Schülerinnen und Schüler in den erfassten Gesundheitsberufen ausgebildet.

Bsirske wies auch auf die gleichstellungspolitische Bedeutung der Tarifeinigung hin, da es sich bei den Auszubildenden in den Gesundheitsberufen weit überwiegend um Frauen handelt.

Der Tarifvertrag ist seit vergangenem Wochenende (15./16. Dezember 2018) wirksam. Bis dahin hatte er noch unter Widerrufsvorbehalt durch die Arbeitgeberseite gestanden.

Mehr zum Tarifvertrag hier in unseren beiden Infoflyern als PDF:


Zusätzliche Infos zum Thema findet ihr auch in der dpa-Meldung vom 18.12.2018 auf SPON: "Von null auf tausend Euro – Tausende Krankenhaus-Azubis bekommen erstmals Geld"

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