Für junge Beschäftigte

Reform der Hebammenausbildung

Junge Beschäftigte

Reform der Hebammenausbildung

ver.di teilt Zielsetzung des Gesetzesentwurfs und regt zur Weiterentwicklung an.
Hebamme Notstand Schild Thomas Reimer, #121693109, Fotolia.com Wie attraktiv ist die neue Hebammenausbildung und wie qualitativ gut ist sie ausgestaltet?

Anlässlich der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2019 hat ver.di eine Stellungnahme zur Reform der Hebammenausbildung veröffentlicht.

Die veränderte EU-Berufsanerkennungsrichtlinie erfordert eine Neuregelung des Gesetzes über den Beruf der Hebamme und des Entbindungspflegers bis zum 18. Januar 2020.

Die im Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD ausgeführte Begründung, dass die Hebammenausbildung nur noch an Hochschulen stattfinden soll, überzeugt nicht.

Trotzdem begrüßen wir, dass die Einheit des Berufsbildes erhalten bleiben soll, indem die Ausbildung – von einer Übergangsregelung abgesehen – nicht auf unterschiedlichen Ausbildungsniveaus angesiedelt ist.

Folgerichtig ist auch, dass Hebammen mit einer herkömmlichen Ausbildung die gleichen Rechte und Pflichten wie Hebammen mit einer hochschulischen Ausbildung haben und ebenso die vorbehaltenen Tätigkeiten nach diesem Gesetz ausüben dürfen.

Für ausdrücklich richtig halten wir die Entscheidung für ein duales Studium, indem der berufspraktische Teil der Ausbildung durch vertragliche Bindung an einen Ausbildungsbetrieb (Krankenhaus) geregelt ist – mit der damit verbundenen ausbildungsrechtlichen und sozialen Absicherung der Studierenden.

ver.di teilt also die grundsätzliche Zielsetzung des Gesetzentwurfs, das Studium als duales Studium auszugestalten. Im Detail regen wir an einigen Stellen eine Weiterentwicklung an.

Die vollständige Stellungnahme der ver.di und weitere Hintergrundinfos zum Thema findet ihr beim ver.di Bereich für Gesundheit und Soziales.

Mehr Infos für junge Beschäftigte auf unserer Übersichtsseite