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DANKE ist uns nicht genug!

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DANKE ist uns nicht genug!

Aktuelle Ausgabe der "Im Blick" nimmt Fokus auf die Situation von Frauen während der Corona-Krise.
Corona Virus Frau Maske Krankenhaus Klinik Muenchbach, Bild-ID #1677184177, shutterstock.com Krankenschwestern sind systemrelevant, nicht nur in Zeiten von Corona.

Als Gewerkschaft haben wir einen direkten Blick auf die schwierige, finanzielle Situation und die Rahmenbedingungen von Arbeit, vor denen viele Beschäftigte jetzt stehen!

Deshalb sind wir in dieser Ausnahmesituation insbesondere darauf bedacht, für unsere Mitglieder gute Vereinbarungen und tarifliche Regelungen zu erkämpfen. In den Betrieben und Verwaltungen streiten wir gemeinsam mit den Interessenvertretungen für gute Regelungen bei Kurzarbeit, Homeoffice, Freistellungen und z.B. bei Vereinbarkeitsregelungen für Kinderbetreuung und die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen. In vielen Tarifbereichen konnten wir spezielle Tarifverträge abschließen, die zu Verbesserungen führen!

Aber leider greift nicht überall die Tarifbindung und in viel zu vielen Betrieben gibt es keine Betriebsräte.

Deshalb fordern wir als ver.di u.a., das Kurzarbeitergeld für alle anzuheben! Hierzu läuft eine Petition, die ihr mit eurer Unterschrift unterstützen könnt. Es ist inakzeptabel, dass sich Unternehmen 100 Prozent vom Staat zurückholen und davon nur 60 bzw. 67 Prozent bei den von Kurzarbeit Betroffenen ankommen. Besonders hart triff es die Geringverdienenden – zum großen Teil also Frauen – deren Verdienst schon ohne Corona-Krise kaum zum Auskommen reicht.

Viele Familien mit niedrigem Einkommen und insbesondere Alleinerziehende sind oft in mehrfacher Hinsicht betroffen: durch ein kleines Einkommen UND die Schließung von Kinderbetreuung bzw. Schule.

Einige Maßnahmen werden den Lebenswirklichkeiten nicht gerecht!
Für viele Beschäftigte besteht die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Auch das war vor der Krise in vielen Unternehmen (angeblich) nicht möglich.

Auf beiden Augen blind ist aber, wer glaubt, dass Kinderbetreuung und Homeoffice zusammen leistbar sind. Ein Teil fällt immer runter und das sollten nicht die Schwächsten sein, nämlich unsere Kinder! Auch hier muss nachgebessert werden.

Den Gedanken, den Erholungsurlaub für 2020 einzusetzen, lehnen wir generell ab. Urlaub dient zur Erholung und Regeneration!

In Deutschland stemmen nachweislich immer noch Frauen den größten Teil der Sorgearbeit. Hier brauchen wir eine partnerschaftliche Verteilung – auch mit staatlicher Unterstützung!

ver.di-Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik

Die Eltern, die jetzt ihre Kinder zu Hause betreuen, den Schulunterricht begleiten und daneben noch ihren Job machen, verdienen unseren Respekt! Sie brauchen den Erholungsurlaub nach der Krise wahrscheinlich umso dringender.

Viele Frauen halten die Welt am Laufen
Das Corona-Virus breitet sich in Deutschland und überall auf der Welt rasant aus. Die Lage ist sehr ernst und für Frauen in besonderem Maße herausfordernd. In systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen, der Altenpflege, der Erziehung und Bildung, dem Einzelhandel, Reinigungsbereich und weiteren Branchen arbeiten zu 75 Prozent Frauen.

Bei unverändert niedriger Bezahlung haben sich ihre Arbeitsbedingungen teils dramatisch verändert. Zum Beispiel macht sich der seit Jahren betriebene Personalabbau in den Krankenhäusern und die Ausrichtung auf Gewinnmaximierung in unserem Gesundheitssystem gerade jetzt in der Krise dramatisch bemerkbar. Und es zeigt sich überall: Unsere Gesundheit gehört nicht in die Hände privater Anbieter!

Aber grundsätzlich müssen alle frauendominierten Berufe endlich aufgewertet werden. Dazu gehört Wertschätzung und Respekt genauso wie eine bessere existenzsichernde Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und eine ausreichende Alterssicherung!

Sie haben es verdient!
In Deutschland stemmen nachweislich immer noch Frauen ebenso den größten Teil der „unbezahlten“ Sorgearbeit. Darüber müssen wir dringend reden und zu Veränderungen kommen – hin zu einer partnerschaftlichen Verteilung von Sorgearbeit und das, aus unserer Sicht, mit staatlicher Unterstützung! Wir müssen es Frauen ermöglichen, gleichberechtigt an Erwerbsarbeit teilzunehmen, um ihre Existenz unabhängig und eigenständig zu sichern.

Hilfe für Frauen und Kinder in Not
Die existenziellen Sorgen von Familien, verstärkt durch Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Zeiten der Quarantäne, führen leider auch zu einer Zunahme von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. Deshalb bieten auch wir Hilfsangebote in unseren FAQs. Das Hilfe-Telefon "Gewalt gegen Frauen" des Bundesfamilienministeriums ist z. B. unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 / 116 016 zu erreichen. Dort beraten und informieren die Mitarbeiterinnen in 18 Sprachen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen.

DANKESCHÖN!
Wir wollen diesen Artikel auch dazu nutzen, DANKE zu sagen. Danke an alle und vor allem an unsere Kolleginnen, die in diesen schwierigen Zeiten Großartiges leisten, um alles am Laufen zu halten, was sein muss! Sie stellen dabei für uns ihre eigene Gesundheit hinten an und engagieren sich bis an ihre Grenzen und darüber hinaus! Dafür eine riesiges DANKESCHÖN!

DANKE ist uns aber nicht genug!
Wir senden einen Appell an alle: Reden wir nicht nur jetzt über die Heldinnen und Helden! Lasst uns auch nach der Corona-Krise nicht vergessen, wie wertvoll diese Arbeit und die Kolleginnen an ihrem Platz sind. Und lasst uns auch danach solidarisch mit den Kolleginnen sein!

Wir streiten gemeinsam weiter für die dringend erforderliche Aufwertung von Frauenberufen!
Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Frauen in ver.di

 

Was hilft am besten in schwierigen Zeiten? Zusammenhalt und Solidarität!

Seid dabei, denn nur gemeinsam sind wir stark! Damit wir gerade in Krisenzeiten erfolgreich verhandeln können – in eurem Interesse!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für eine starke Sozialgemeinschaft und sichere Perspektiven!


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