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Web-Seminar: Auf dem rechten Auge blind?

Veranstaltung
28.11.2020, 10:00 – 16:00online: am eigenen Computer, Tablet oder Smartphone

Web-Seminar: Auf dem rechten Auge blind?

Wie sich die Gesellschaft nach rechts verschiebt und Frauenrechte auf der Strecke bleiben.
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Ein Online-Seminar von den ver.di-Frauen Rheinland-Pfalz-Saarland:
Samstag, 28. November 2020, 10 bis 16 Uhr (Pause 12 bis 14 Uhr)

Wir erleben einen beispiellosen Aufschwung rechtspopulistischer Positionen und rechter Gewalttaten, der mit einem deutlichen Antifeminismus und auch gewerkschaftsfeindlichen Positionen einhergeht.

Rechtspopulist*innen verharmlosen neofaschistische und extrem rechte Hetze, die eng mit Gewalt und Terror verbunden ist und diffamieren gleichzeitig fortschrittliche zivilgesellschaftliche Kräfte als „extremistisch“. Rechtspopulist*innen lehnen die Gleichberechtigung der Geschlechter und jedes Streben nach Gleichberechtigung als Verstoß gegen eine „natürliche Ordnung“ ab.

Über antifeministische Positionen versuchen sie, an in der Gesellschaft nach wie vor vorhandene patriarchale Frauenbilder anzuknüpfen und so Unterstützung aus der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft für sich zu organisieren. Die sogenannte „Mitte“ verschiebt sich fast unbemerkt weiter nach rechts.

Das geht so weit, dass Konservative – wie bei der letzten Landtagswahl in Thüringen geschehen – eine Zusammenarbeit mit der Partei „Die Linke“ ablehnen, aber bereit sind, sich mit der von Neofaschist*innen dominierten und eindeutig antifeministischen Partei AfD zu verbünden.

Die Folge: Rechtspopulist*innen und mit ihnen personell und organisatorisch verflochtene rechtsextreme Organisationen werden gestärkt und hoffähig gemacht, demokratische Kräfte an den „Rand“ der Gesellschaft gedrängt.

Im Seminar möchten wir genauer betrachten, wie die Proklamation einer sogenannten „Mitte“, die häufig als Synonym für „gemäßigt, richtig oder demokratisch“ steht, eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Widersprüchen behindert, wenn sie rechts und links als demokratiefeindlich, extrem und gewaltbereit gleichsetzt.

Wir fragen:

  • Was steht hinter den Begriffen rechts, links, Mitte und wie verschieben sich diese Begriffe und ihre gesellschaftliche Akzeptanz und Bewertung?

  • Was bedeutet es, wenn Rechtspopulist*innen offen und lautstark emanzipatorische Errungenschaften bekämpfen und Antifeminist*innen immer häufiger aktive und engagierte Frauen vor allem im Internet massiv bedrohen?

  • Wie positionieren wir uns als Gewerkschafterinnen und Feministinnen in dieser Debatte? Was setzen wir dieser Entwicklung entgegen? Was sind unsere Forderungen?

Zielgruppe: alle Aktiven und Interessierten

Referentinnen: Anne Waninger (Referentin für politische Bildung) und Svenja Pauly (Politikwissenschaftlerin)

Anmeldung:

  • bitte per E-Mail mit dem Betreff "Rechtsextremismus und Antifeminismus";
  • bitte außerdem Vorname, Name und Telefonnummer angeben, unter der du am Tag der Veranstaltung erreichbar bist.
  • und das Ganze dann an pia.mueller@verdi.de schicken!
  • Telefonnummer für Rückfragen: Pia Müller, 0175/1804561

Deine Zugangsdaten bekommst du nach Eingang deiner Anmeldung ebenfalls per E-Mail. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Passende Lese- und Videotipps zur Vorbereitung:

Und was hilft noch gegen Diskriminierung? Eine starke Gewerkschaft!

Seid dabei, denn nur gemeinsam sind wir stark! Damit wir gerade in schwierigen Situationen einen starken Gegenpol bilden und erfolgreich verhandeln können – in eurem Interesse!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für solidarischen Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

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