Gleiches Geld

Gender Pay Gap sinkt speziell bei Jüngeren

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Gender Pay Gap sinkt speziell bei Jüngeren

DIW-Studie zeigt: Familiengründung für Gehaltsentwicklung vieler Frauen nach wie vor einschneidend
Mind the gap Gender Pay Gap Equal Pay Entgeltgleichheit Lohnlücke InkDropCreative, depositphotos.com Familie gründen und gleichzeitig Führungskraft sein? Das muss gehen, auch für Frauen!

Gleiches Geld für gleich(wertig)e Arbeit? Hier ist die Familiengründung nach wie vor ein Wendepunkt.

Der Gender Pay Gap, also die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern, ist in den vergangenen Jahren langsam, aber kontinuierlich bis auf 18 Prozent gesunken. So weit, so gut.

Allerdings gibt es laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) große Unterschiede nach Alter:

  • Während die Lücke bei den unter 30-Jährigen von durchschnittlich rund 15 Prozent in den Jahren 1990 bis 1999 auf 8 Prozent in den Jahren 2010 bis 2019 fiel,
  • verharrte sie in den Altersgruppen ab 40 Jahren bei deutlich über 20 Prozent

Daran zeige sich, wie einschneidend die Phase der Familiengründung für die Erwerbsbiografien und damit für die Gehälter vieler Frauen nach wie vor ist, so die Studie.

Reformen bei Elterngeld, Ehegattensplitting und Minijobs bieten Ansatzpunkte

Frauen legen ab Familiengründung längere Pausen vom Job ein und arbeiten häufiger in Teilzeit. Die Folge ist, dass Männer mit ihren Stundenlöhnen insbesondere im Alter von 30 bis 40 Jahren davonziehen.

Annekatrin Schrenker, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Als Gegenmaßnahme zu diesem Anstieg des Gender Pay Gaps eignen sich laut Katharina Wrohlich vom DIW Berlin "Anreize für eine gleichmäßigere Aufteilung der Sorgearbeit in der kritischen Phase der Familiengründung“.

Eine Möglichkeit wäre den Studienautorinnen zufolge, die Partnermonate beim Elterngeld auszuweiten.

Auch eine Reform des Ehegattensplittings und die Eindämmung von Minijobs könnten zu einer gleichmäßigeren Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit führen.

Weitere Infos zur Gender-Pay-Gap-Studie des DIW Berlin:

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