Gleiches Geld

BAG unterstützt gleiches Entgelt

Gleiches Geld

BAG unterstützt gleiches Entgelt

Kommentare und gesetzliche Grundlagen zum Urteil, auch aus der Sicht von Interessenvertretungen
Equal Pay Gleiches Geld Entgeltgleichheit Illustration 0merta, shutterstock.com Ein aktuelles BAG-Urteil stärkt Frauen den Rücken!

Gleiches Geld für gleiche und gleichwertige Arbeit durchsetzen!

Frauen bekommen für ihre Arbeit immer noch häufig weniger Geld als Männer. Oft kann eine gleiche Bezahlung schon deshalb nicht eingefordert werden, weil die Gehälter gar nicht bekannt sind. Seit 2018 gilt nun das Entgelttransparenzgesetz: In Unternehmen ab 200 Beschäftigten haben Frauen dadurch Anspruch auf Auskunft über die Bezahlung von Männern, die gleiche oder gleichwertige Tätigkeiten ausüben – und umgekehrt. Dies gilt laut Bundesarbeitsgericht auch für arbeitnehmerähnliche „Freie“.

Viel bewegt hat das Gesetz aber bisher nicht. Es wird zu wenig genutzt und vor allem: Das Wissen um die ungleiche Bezahlung bedeutet noch nicht, dass diese beendet wird.

Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht ein Urteil gefällt, das die Chancen erheblich verbessert: Wenn eine Frau weniger als das mittlere Einkommen ihrer männlichen Kollegen bekommt, muss die Arbeitgeberseite nachweisen, dass keine Diskriminierung vorliegt!

Diese höchstrichterliche Entscheidung ist ein wichtiger Schritt, damit Frauen ihr Recht auf gleiche Bezahlung durchsetzen können!

Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende

"Um mit dem Ergebnis des Auskunftsanspruchs das Recht auf gleiches Entgelt effektiver durchzusetzen, schafft das Bundesarbeitsgericht zwar bessere Voraussetzungen", erklärt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. "Dennoch brauchen wir ein Verbandsklagerecht, um die mit einer Entgeltgleichheitsklage verbundenen Belastungen nicht den Beschäftigten aufzubürden. Viele wollen diesen Anspruch nicht nutzen, weil sie fürchten, damit ihr Arbeitsverhältnis zu belasten oder im Fall prekärer Bedingungen gar zu gefährden“, so Hannack.

Nach wie vor gibt es strukturelle Ungleichheiten, die in der Arbeitswelt zu Entgeltungleichheit führen, und die durch das Urteil nicht behoben werden. Das Auskunftsrecht nach dem Entgelttransparenzgesetz gilt nur in Betrieben ab 200 Beschäftigten. Viele Frauen in kleineren und mittelständischen Betrieben werden vom Gesetz also gar nicht erfasst. Entgeltgleichheit herzustellen muss aber für alle Beschäftigten möglich sein.

Dr. Nicole Nießen hat für ver.di b+b das BAG-Urteil kommentiert und zugehörige Gesetzesgrundlagen zusammengetragen.

Weitere Infos zum Thema findet ihr hier:

 Und was verhilft außerdem zu mehr Gleichberechtigung? Eine starke Gewerkschaft!

Seid dabei und gebt uns Rückendeckung! Als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis könnt ihr uns effektiv unterstützen.

Denn wir sind umso stärker, je mehr wir sind. Und umso besser setzen wir auch unsere gemeinsamen Forderungen durch.

Deswegen: Mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in eurem eigenen Interesse!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gleiches Geld und Geschlechtergerechtigkeit!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr Infos zu Equal Pay auf unserer Themenseite:

Equal Pay IFT Banner
© DGB Köln Frauen und Jugend