Gleiches Geld

Faire Bezahlung muss verpflichtend sein

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Faire Bezahlung muss verpflichtend sein

Aktuelle Studie zeigt: Bei der Entgeltgleichheitsprüfung in Betrieben herrscht Nachholbedarf!
Gender Pay Gap Entgeltgleichheit Equal Pay Geschlechtergerechtigkeit Gleiches Geld Mann Frau Gleichstellung SIphotography, depositphotos.com Wir bleiben am Ball und fordern dringend eine Reform des Entgelttransparenzgesetzes!

Frauen verdienen im Durchschnitt nach wie vor weniger als Männer. Die politischen Initiativen, die für Entgeltgleichheit sorgen sollen, bleiben oft halbherzig. Die Hans-Böckler-Stiftung beschäftigt sich in einer neuen Studie mit der betrieblichen Entgeltgleichheit von Frauen und Männern.

Das Entgelttransparenzgesetz, das 2017 in Kraft getreten ist, und andere politischen Initiativen, die für Entgeltgleichheit sorgen, werden oft nicht stringent genug umgesetzt. Das Gesetz soll Transparenz bei Löhnen und Gehältern schaffen und betriebliche Prüfungen der Entgeltgleichheit ermöglichen. In der Praxis wird es jedoch häufig ignoriert. Und selbst dort, wo es angewendet wird, bringt das Gesetz wenig. Das zeigt eine Untersuchung von Andrea Jochmann-Döll, Christina ­Klenner und Alexandra Scheele.

In ihrer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie haben die Sozialwissenschaftlerinnen anhand von Fallbeispielen untersucht, wie Entgeltgleichheitsprüfungen in der Praxis ablaufen und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt. Sie haben Gewerkschaftsvertreterinnen und Expertinnen sowie in vier Betrieben Betriebsratsmitglieder und Beschäftigte befragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd. 

Mangelnder Wille der Arbeitgeber 

Oftmals scheitern Entgeltprüfungen am mangelnden Willen der Arbeitgeber. Doch wie die Untersuchung zeigt, fällt es auch Betriebsräten schwer, beim Thema am Ball zu bleiben. Obwohl die Betriebsratsmitglieder in allen vier Betrieben überzeugt gewesen seien, dass Entgeltgleichheit wichtig ist, waren im Untersuchungszeitraum kaum Erfolge festzustellen: Nur in einem Betrieb aus der Lebensmittelbranche seien laut der Studie letztlich konkrete Verbesserungen bei der Entgeltgleichheit erreicht worden. 

Auch aufseiten des Gesetzgebers sehen die Forscherinnen Handlungsbedarf. Spätestens wenn die geplante EU-Entgeltgleichheitsrichtlinie umgesetzt wird, müsse das bestehende Gesetz reformiert oder durch ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz ersetzt werden. Betriebliche Prüfungen sollten dann verbindlich sein, auch für Betriebe mit weniger als 500 Beschäftigten. Außerdem brauche es bindende Vorgaben dafür, wie betriebliche Prüfverfahren auszusehen haben.

Auch wir von den Frauen in ver.di fordern eine dringend notwendige Reform des Entgelttransparenzgesetzes! Diese Kritik wird von der Studie der Hans-Böckler-Stiftung aufgegriffen. 

 Mehr Infos und die gesamte Studie findet ihr hier: 

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