Gleichstellung

ver.di begrüßt Gesetzentwurf zu Frauen in Führungspositionen

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ver.di begrüßt Gesetzentwurf zu Frauen in Führungspositionen

Giffey und Lambrecht planen wichtige Verbesserungen für den Frauenanteil in Führungspositionen.
Frauen Führung Business Frauenquote Frauenanteil Karriere Werner Heiber, pixabay.com Die Ausweitung des Führungspositionen-Gesetzes umfasst wichtige Etappenziele für die Gleichstellung.

Wir freuen uns über die Pläne von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auszuweiten. Das Ziel muss sein, in absehbarer Zeit auch gegen mögliche Widerstände von Teilen der Wirtschaft und Politik eine gleichberechtigte Teilhabe zu erreichen!

ver.di-Vorsitzender Frank Werneke erklärte am heutigen Dienstag, den 25. Februar 2020: "Die Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen lässt sich offensichtlich nicht mit Appellen erreichen, sondern nur mit dem Druck des Gesetzgebers. Dazu sind Franziska Giffey und Christine Lambrecht bereit.".

Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Giffey in einem Interview erläutert, wie das sogenannte Führungspositionen-Gesetz weiterentwickelt werden soll. Demnach sind sowohl eine Ausweitung der festen Quote für Aufsichtsräte als auch eine Mindestanzahl von Frauen in Vorständen ab einer bestimmten Größe vorgesehen. 

Das geplante Gesetz geht in wichtigen Details über die eng gesetzten Grenzen des Koalitionsvertrags hinaus – das ist ein nächster wichtiger Schritt auf dem leider noch langen Weg zur Gleichstellung. Weitere müssen folgen!

Frank Werneke, Vorsitzendender der ver.di

Im Einzelnen soll unter anderem die feste Geschlechterquote von 30 Prozent auf alle Unternehmen ausgeweitet werden, die paritätisch mitbestimmt sind, also mehr als 2.000 Beschäftigte haben. Darüber hinaus ist vorgesehen, in Vorstände von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen, die aus vier oder mehr Personen bestehen, bei einer Neubesetzung mindestens eine Frau zu berufen. Damit würden zwei wichtige Etappen für die Gleichstellung erreicht.

"Die bislang geltende freiwillige Zielgrößenverpflichtung für Vorstände ist nicht praxistauglich und wird regelmäßig unterlaufen", so Werneke. Erfreulich sei außerdem, dass der Gesetzgeber offensichtlich bereit sei, Verstöße gegen die Meldepflicht zur Zusammensetzung von Vorständen wirksam zu ahnden.

Wenig hilfreich für das Ziel der Gleichstellung sei dagegen, alle anderen Unternehmen lediglich dazu zu verpflichten, eine Begründung für das Fehlen von Frauen im Vorstand zu finden ("Zielgröße Null"): "Da hatten wir uns mehr erhofft", sagte Werneke.

Weitere Informationen zur geplanten Gesetzeserweiterung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

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