Gleichstellung

Zu|kunfts|ge|recht: Bundeskongress 2019 bei ver.di

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Zu|kunfts|ge|recht: Bundeskongress 2019 bei ver.di

Infos zu unserem BuKo-Schwerpunkt, Material zum Download und Fotos vom #5BK19
BuKo Bundeskongress 2019 Leipzig Frauen Matthias Klump Die Delegierten der Frauen in ver.di auf dem #5BK19

Zu|kunfts|ge|recht war das Motto beim fünften ver.di Bundeskongress vom 22. bis 28. September 2019.

Beim Bundeskongress stellen wir alle vier Jahre die Weichen für unsere kommende Ausrichtung und Politik als Gewerkschaft. Auf den diesjährigen #5BK19 in Leipzig haben wir schon alle ganz gespannt gewartet.

Von Sonntagabend, den 22.09., bis Samstag, 28.09., waren wir endlich mittendrin: interessante Reden, die Wahlen zum ver.di Bundesvorsitz und Vorstand sowie vor allem über 1.000 kluge Anträge aus allen ver.di Gliederungen.

Fleißige Kolleginnen aus dem ver.di Bundesfrauenrat hatten für die diesjährigen Delegierten eine Übersicht der frauenpolitisch besonders relevanten Anträge zusammengestellt, dadurch waren wir alle gut für die Beratungen der Anträge vorbereitet.

Unser Schwerpunktthema der Kongresswoche war die Forderung nach einem Paritätsgesetz!

Dazu entscheidet der Kongress: Antrag E O61 und E 062 u.a. mit dem Titel: „Die Hälfte der Erde, die Hälfte des Himmels, die Hälfte der Macht – Parität auch im Parlament!“ Erstes Material zum Schwerpunkt "Parität" gibt es unten zum Download. Teile „unserer“ Anträge aus dem Sachgebiet Gesellschafts- und Gewerkschaftspolitik wurden mit den Anträgen zu Frauen- und Gleichstellungspolitik zur Beschlussfassung in den Gewerkschaftsrat überwiesen. Dieser tagt Ende November.

Außerdem war unser ver.di-Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik auch mit einem Infostand vertreten. Hier konnten Interessierte u.a. ein „Paritäts-Quiz“ spielen, bei dem es sogar einen kleinen Preis zu gewinnen gab!

 

Für alle, die nicht vor Ort sein konnten:

Die wichtigsten Infos zum #5BK19 findet ihr weiter unten und auch bei den Frauen in ver.di auf Facebook.

Mehr Details gibt es auf der ver.di-Sonderseite

Hier geht es zur ver.di-Pressemitteilung zur Eröffnung des BuKo 2019 am Sonntag, 22.09.2019.

  • Werneke fordert massiven Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft

    Frank Werneke, der neu gewählte Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, hat sich in seiner Grundsatzrede für einen „massiven Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft“ ausgesprochen.

    Er sehe es als eine wichtige Aufgabe als neuer ver.di-Vorsitzender, die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu überwinden, sagte Werneke vor den rund 1.000 Delegierten der Gewerkschaft in der Leipziger Messehalle. Dazu müssten zunächst die Kräfteverhältnisse in der Arbeitswelt durch eine Stärkung der Tarifbindung ausgeglichen werden.

    „Das Tarifvertragsgesetz muss geändert werden. Die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen darf nicht mehr an der faktisch vorgegebenen Vetomöglichkeit der Arbeitgeberverbände scheitern“, erklärte Werneke. Bund, Länder und Kommunen, die jährlich Aufträge im Volumen von über 400 Milliarden Euro ausschreiben, dürften diese ausnahmslos nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben, forderte Werneke. So könne die Marktmacht der öffentlichen Hand für mehr Tarifschutz genutzt werden.

    Die ganze Meldung dazu

  • ver.di und Fridays For Future: Verstärkte Zusammenarbeit mit Klimagerechtigkeitsbewegung

    Gutes Klima und gute Arbeit gehören nachhaltig zusammen!

    Rund 1.000 ver.di-Delegierte berieten in Leipzig eine Woche lang über Themen wie Digitalisierung, den sozial-ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft sowie über Gute Arbeit.

    „Wir brauchen armutsfeste Löhne und armutsfeste Renten. Das geht mit mehr Tarifbindung, die mehr Lohn und eine bessere Alterssicherung bringt“, sagte der neu gewählte ver.di-Vorsitzende Frank Werneke zum Abschluss des fünften ordentlichen Bundeskongresses am Samstag (28. September). „Es ist ein Armutszeugnis, dass die Bundesregierung sich beim Grundrenten-Gipfel schon wieder nicht auf eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung geeinigt hat“, so Werneke.

    Die ganze Meldung dazu

    Zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen ver.di und der Klimagerechtigkeitsbewegung hier unser Antrag zu Fridays For Future und ein Beschluss der Students For Future:

  • Hass im Netz: Resolution zum Gerichtsurteil im Fall Renate Künast

    Last but not least: Unsere #5BK19-Resolution zum unsäglichen Urteil bezüglich der Beleidigungen gegenüber Renate Künast!

    Das Urteil des Landgerichtes Berlin mit dem Aktenzeichen AZ 27AR 17/19 setzt sich mit der Frage auseinander, ob Formulierungen in sozialen Medien, die alle „unter der Gürtellinie lagen“, strafbare Tatbestände oder freie Meinungsäußerung sind. Der Anlass ist ein Zwischenruf der Bundestagsabgeordneten Renate Künast in einer Debatte.

    Das Landgericht Berlin kommt zu dem Ergebnis, dass es sich "sämtlichst um zulässige Meinungsäußerungen" handele. Sie seien zwar zugespitzt und polemisch, in einem Fall auch sexistisch – aber zulässig. Das Gericht stellt zusätzlich fest, Renate Künast habe selbst den "Widerstand in der Bevölkerung provoziert".

    Wir halten es für einen nicht hinnehmbaren Freifahrtschein für all jene, die sich in Zeiten sozialer Medien in sprachlich ungebremster Häme und Hetze gegen Menschen dort austoben. Es gibt NICHTS, was es rechtfertigen könnte, einen Menschen zu beleidigen oder herabzusetzen.

    Damit berührt dieses Urteil all das, was in einer Demokratie mit konstruktivem Meinungsstreit, Wertschätzung und Respekt zu tun hat. Das Urteil macht uns fassungslos.

    Art. 1 unseres Grundgesetzes lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das gilt immer und überall!

Mehr zur Parität und Gleichstellung auf unserer Themenseite: