Gleichstellung

Wir brauchen alle Argumente: Mehr Frauen in die Parlamente!

Gleichstellung

Wir brauchen alle Argumente: Mehr Frauen in die Parlamente!

Unterstützt mit eurer Unterschrift den gemeinsamen Aufruf des Deutschen Frauenrats!
Eine Frau und mehrere Männer klatschen Beifall. Photographee.eu, fotolia.com Wir fordern 50 Prozent Frauen in Parlamenten und Regierungen!

100 Jahre Frauenwahlrecht: Wie sieht es heute in Sachen Gleichstellung aus?

Vor fast 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften Frauen erstmals in Deutschland an einer Wahl teilnehmen und auch gewählt werden. 37 Frauen und Männer zogen in die Weimarer Nationalversammlung ein, damals lag der Frauenanteil bei 8,7 Prozent.

Getoppt wurde das im Deutschen Bundestag erstmals 1957, zweistellige Frauenanteile sind seit den 1980er Jahren zu verzeichnen. 

Und im aktuellen Bundestag?

Sind noch 30,6 Prozent der Abgeordneten Frauen. Damit zeichnet sich eine deutliche Trendwende ab, verglichen mit den Wahlen im Jahr 2013 ist ihr Anteil damit um knapp sechs Prozentpunkte gesunken! Dasselbe ist bei Landtagswahlen zu beobachten.

Auch in Bayern, Niedersachsen und Hessen, wo seit der Bundestagswahl im vergangenen Herbst Länderparlamente gewählt worden sind, ist der Frauenanteil zurückgegangen...

Das wollen wir nicht länger hinnehmen – Wir streiten gemeinsam für Parität in den Parlamenten!

Wir machen uns stark für ein Paritätsgesetz mit verbindlichen Frauenquoten zu Wahllisten und Direktkandidierenden.

Barbara Henke, Vorsitzende des ver.di-Bundesfrauenrates
  • Wir fordern die in den Parlamenten vertretenen Parteien auf, im Rahmen von Wahlrechtsreformen sicherzustellen, dass Männer und Frauen je zur Hälfte die Mandate in den Parlamenten innehaben – sowohl bei Listenmandaten als auch bei Direktmandaten.
  • Wir fordern die Frauen in den Parlamenten auf, fraktionsübergreifende Initiativen für Parität in den Parlamenten zu ergreifen und einer Wahlrechtsreform ohne Parität nicht zuzustimmen.

Die Beispiele in anderen Ländern zeigen: Wenn der politische Wille für gleichberechtigte Teilhabe in den Parlamenten vorhanden ist, sind auch rechtliche Änderungen möglich!

Am 23. Mai 1949 ist unser Grundgesetz in Kraft getreten. Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz wurde am 27. Oktober 1994 um den Satz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“ ergänzt. Es ist an der Zeit, das endlich auch für die Parlamente umzusetzen!

Dafür streiten wir gemeinsam – Unterstützt mit eurer Unterschrift den gemeinsamen Aufruf des Deutschen Frauenrats! Zur Petition: Wir brauchen alle Argumente! #mehrfrauenindieparlamente

"Ein Meer grauer Anzüge" – Die vollständige, ernüchternde Bilanz zum Thema findet ihr in der Dezember-Ausgabe der ver.di-News zusammen mit einem Kommentar von Barbara Henke, der Bundesfrauenratsvorsitzenden bei ver.di.