Frauenförderung

Frauenquote: "Dieses Signal war überfällig"

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Frauenquote: "Dieses Signal war überfällig"

DGB-Statement zum Gesetzesentwurf der Einführung einer Frauenquote für DAX-Vorstände.

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Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften begrüßen die Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine verbindliche Frauenquote für Vorstände in paritätisch mitbestimmten, börsennotierten Unternehmen

Auch die Frauen in ver.di unterstützen die Reform des Gesetzes zur Teilhabe von Frauen an Führungspositionen (FüPoG II)! „Dieses Gesetz geht eindeutig in die richtige Richtung. Wir begrüßen die Koalitionseinigung. Dass zumindest in einer begrenzten Anzahl von Unternehmen frauenfreie Vorstände in Zukunft passé sein sollen, ist ein längst überfälliger Schritt", äußerte sich Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Freitag, den 28. Mai 2021, in Berlin.

"Am Ziel sind wir damit in puncto Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht. Als Nächstes müssen deutlich mehr Unternehmen von Mindestbeteiligung im Vorstand und Geschlechterquote im Aufsichtsrat erfasst werden. Dabei sollte die Anzahl inländischer Beschäftigter eine Bezugsgröße für die Unternehmen sein, für die diese Regelung dann gilt.“

Die vollständige DGB-Stellungnahme zum Führungspositionengesetz II findet ihr hier als PDF.

"Dieses Signal war überfällig", findet auch DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann. "Wir brauchen eine verbindliche Quote für mehr Frauen in den Vorstandsebenen. Es ist einfach nur noch peinlich, nach jahrelanger, offensichtlich wirkungsloser Selbstverpflichtung der Wirtschaft das Gegenteil zu behaupten."

Ziel "eher bescheiden"

"Der Wirtschaftsflügel der Union sollte endlich die Herzen für eine zeitgemäße Politik öffnen", so der DGB-Vorsitzende weiter. "Unternehmen, die sich 'Zielgröße Null' für Frauen in Vorständen geben, braucht kein Mensch. Daher wäre es richtig, diese Möglichkeit künftig qua Gesetz auszuschließen.

Allerdings ist das Ziel, dass in einem mehr als dreiköpfigen Vorstand künftig eine Frau vertreten sein soll, eher bescheiden. Deshalb bleiben wir dabei: Gerade in größeren Vorständen müssen Frauen mindestens gemäß ihrer Repräsentanz im Unternehmen vertreten sein."

Hier gibt es weitere Informationen zum Thema:

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© Kay Herschelmann