Gute Arbeit

Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten von Hennes & Mauritz

Gute Arbeit

Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten von Hennes & Mauritz

ver.di-Bundesfrauenrat fordert sozialen Dialog statt Massenentlassungen!
H&M Hennes & Mauritz Wolkenkratzer Skyline StockSnap, pixabay.com H&M verweigert nach wie vor Verhandlungen zu einem Digitalisierungstarifvertrag mit ver.di!

Hennes & Mauritz muss sein öffentliches Versprechen zu konstruktiven Arbeitsbeziehungen einhalten: Wir fordern sozialen Dialog statt Massenentlassungen!

In Hochglanzbroschüren präsentiert sich der Textilkonzern Hennes & Mauritz (kurz H&M) der Öffentlichkeit als sozialer Arbeitgeber. Anders die Realität hinter den Kulissen...

Unmittelbar vor der ersten Adventwoche 2020 konntet ihr es bereits hier auf unserer Seite und auch überall in den Medien lesen: Ohne im Vorfeld mit uns von ver.di – der Gewerkschaft der Beschäftigten – zu sprechen, verteilte H&M-Deutschlandchef Thorsten Mindermann sein unchristliches „Weihnachtsgeschenk“ – Mindestens 800 Beschäftigte sollen ihren Job verlieren und darüber hinaus folgen weitere Filialschließungen.

Wen es zuerst treffen soll...

Ein Blick in die von H&M vorgelegten Entwürfe zu einer "Freiwilligenvereinbarung" zeigt, an wen sich das "großzügige Angebot" richtet, das Unternehmen zu verlassen: an die Beschäftigten, die nicht an den umsatzstarken Tages- bzw. Abendzeiten sowie an der größtmöglichen Anzahl von Samstagen arbeiten.

Im Klartext: H&M will insbesondere Beschäftigte mit Kindern oder Schwerbehinderte loswerden, die auf sozial- und gesundheitsverträgliche Arbeitszeiten angewiesen sind. Und das alles unter dem Deckmantel von "Digitalisierung" und "verändertem Kundenverhalten"...

Wir sind entsetzt und solidarisieren uns mit den Beschäftigten!

DGB Frauen Bayern rote Karte H&M 2021 DGB-Frauen Bayern Aktion der DGB-Frauen gegen Kündigungen bei H&M


Zu dieser ungeheuerlichen Planung starteten die DGB-Frauen* Bayern eine Gegen-Aktion, außerdem berichtete die ZEIT:

Die ver.di-Bundestarifkommission sagt NEIN zu solchen "Freiwilligenprogrammen"!

Davon betroffen sind zum größten Teil Frauen, da die Beschäftigung im Einzelhandel immer noch weiblich dominiert ist. Aus diesem Grund hatte schon Mitte November 2020 der ver.di-Bundesfachbereichsfrauenvorstand in einer Resolution die Forderung der Beschäftigten von H&M nach einem Digitalisierungstarifvertrag erneut bekräftigt.

Das Pikante an diesem Vorgehen: ver.di hat bereits im Juni 2020 H&M zu Verhandlungen über einen Digitalisierungstarifvertrag aufgefordert. Was jetzt passiert, hätte also verhindert werden können, hätte sich H&M an seine öffentlichen Versprechungen gehalten! Denn die Modekette verweigert bislang jegliche Verhandlung mit ver.di.

Deshalb wendet sich die ver.di-Bundestarifkommission als zuständiges Verhandlungsgremium der in ver.di organisierten Beschäftigten nun an die Öffentlichkeit und damit an euch alle: Unterstützt uns mit eurer Unterschrift dabei, H&M an den Verhandlungstisch zu bringen, damit das neue Jahr den Beschäftigten bei H&M gute Arbeit mit Zukunft bringt anstelle von Jobverlust und Existenzangst!

Hier geht es direkt zur Online-Petition!

Denn genau das wollen wir: Gute Arbeit mit Zukunft! Der notwendige Wandel des Unternehmens im Rahmen der Digitalisierung ist nur MIT uns, den Beschäftigten, und nicht GEGEN oder sogar ganz OHNE uns möglich!

Nur wenn wir an der Gestaltung eines tragfähigen Zukunftskonzeptes, für nachhaltige Beschäftigungssicherung und für gute, gesundheitsförderliche Arbeit beteiligt werden, bleibt das Unternehmen H&M zukunftsfähig. Und nicht dadurch, dass wir durch Kündigungen aus dem Unternehmen gedrängt werden.

Gebt uns Rückenwind, denn gemeinsam sind wir stärker!

Wenn auch ihr nicht damit einverstanden seid, wie H&M mit seinen Beschäftigten umgeht, nachdem sie doch das Unternehmen mit aufgebaut und groß gemacht haben, dann unterzeichnet den Brief an den H&M-Deutschlandchef Thorsten Mindermann!

Mit eurer Unterschrift sagt ihr: Wir erwarten, dass H&M sein öffentliches Versprechen zu konstruktiven Arbeitsbeziehungen einhält und umgehend in Verhandlungen mit ver.di über einen Digitalisierungstarifvertrag tritt!

Die ver.di im Handel liefert weitere Informationen zum Thema.

Und was verhilft außerdem zu guter Arbeit? Eine starke Gewerkschaft!

Seid dabei und gebt uns Rückendeckung! Als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis könnt ihr uns effektiv unterstützen.

Denn wir sind umso stärker, je mehr wir sind. Und umso besser setzen wir auch unsere gemeinsamen Interessen durch.

Deswegen: Mitmachen, mitreden, mitbestimmen!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gute Arbeit!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr Infos zu guter Arbeit auf unserer Themenseite:

Frauen aktiv für Tarif und gute Arbeit
© Moritz Braukmüller / ver.di Jugend