Gute Arbeit

Unser Info-Pool zum Homeoffice

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Unser Info-Pool zum Homeoffice

Seit Corona ist das eigene Zuhause für viele zum zentralen Ort der Arbeit geworden.
Frau liegt schlafend quer in ihrem Bett vor ihrem aufgeklappten Notebook suschaa, photocase.de Gerade Frauen droht im Homeoffice oft Überlastung durch die zusätzliche Sorgerolle.

Seit März 2020 ist das Homeoffice für viele Beschäftigte zum zentralen Ort der Arbeit geworden, Ende Januar 2021 trat außerdem die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft. Aber auch 2022 arbeiten viele Menschen weiterhin von zu Hause aus. Hier findet ihr unsere Materialsammlung zum Thema.

Insbesondere durch die Corona-Pandemie hat das mobile Arbeiten stark zugenommen. Die Arbeitgeber*innen wurden immer wieder von der Politik aufgefordert – von Januar bis Ende Juni 2021 schließlich sogar dazu verpflichtet ­­–, ihren Beschäftigten mobile Arbeit wo immer es geht zu ermöglichen, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus zu senken.

So schnell wie die Zahl der Zu-Hause-Arbeitenden anstieg, so schnell zeigten sich aber auch Licht und Schatten des Homeoffice. Sehr deutlich wurde, wo Regelungsbedarfe sind.

Wir sammeln hier für euch verschiedene Studien, Aspekte und Hintergrundinformationen zum Thema. Die folgende chronologische Übersicht wird laufend aktualisiert, also legt euch zu dieser Seite am besten ein Lesezeichen an und schaut gelegentlich wieder vorbei.

Die Sonderauswertung "Neues Normal", die im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit im Mai 2022 veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass gute Arbeitsbedingungen auch im Homeoffice erst geschaffen werden müssen. Unbezahlte Überstunden und die Arbeit am Abend wären im sogenannten "Neuen Normal" deutlich weiter verbreitet. Beschäftigte hätten aber auch einen größeren Einfluss auf ihre Arbeitszeiten.

Zur vollständigen Sonderauswertung der Hans-Böckler-Stiftung: 

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Herbst 2021 zeigt, dass sich Beschäftigte stärker mit dem Unternehmen identifizieren, wenn sie im Homeoffice arbeiten können. Damit das gelingt, ist Fairness im Verhältnis zum Vorgesetzten wichtig.

Zur vollständigen Studie der Hans-Böckler-Stiftung: 

Frauen haben nicht die gleichen Chancen wie Männer, Homeoffice zu nutzen. Wenn sie es tun, arbeiten sie unter schlechteren Bedingungen. Der Grundstein für die ungleiche Verteilung von Chancen und Risiken rund ums Homeoffice war bereits vor der Corona-Krise gelegt.

Mehr zum Thema liefert der DGB-Index Gute Arbeit:

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung plädiert für einen Rechtsanspruch auf Homeoffice und erläutert, warum das sinnvoll ist und was geregelt werden muss. Nur Beschäftigte, „die (mit)entscheiden können, wo sie arbeiten, sind weniger gestresst, erkranken seltener an Burnout bzw. Depression, haben seltener Kündigungsabsichten und sind zufriedener im Job“, so das Fazit der Forscherinnen. 

Auch im Homeoffice drohen Überforderung und gesundheitsschädlicher Stress, wenn Beschäftigte "rund um die Uhr" erreichbar sein müssen. Das Parlament der Europäischen Union will Beschäftigte schützen – und das Recht auf Nichterreichbarkeit im Digitalzeitalter zu einem europäischen Grundrecht machen!

Durch die neue Arbeitsschutzverordnung seit 27. Januar 2021 wurden Arbeitgeber verpflichtet, soweit wie möglich Homeoffice anzubieten. 

ver.di b+b hat die zugehörigen Praxistipps entsprechend aktualisiert und erläutert die Details:

Mit der Arbeit aus dem Homeoffice sind zahlreiche Herausforderungen verbunden. Dabei besteht die Gefahr, dass gerade Frauen neben dem Homeoffice in die Sorgerolle gedrängt werden. Um dem zu begegnen, müssen klare Grenzen gezogen werden. 

Im Projekt „Orts- und zeitflexibles Arbeiten“ werden seit längerer Zeit Interviews in verschiedenen Fallbetrieben geführt, die bereits vor Corona Betriebsvereinbarungen zu orts- und zeitflexiblem Arbeiten abgeschlossen haben. Betriebsräte, Personalverantwortliche und Beschäftigte werden zu ihren Erfahrungen mit diesen flexibilisierten Arbeitsformen vor dem März 2020 befragt, aber auch dazu, wie sie die Umstellung durch Corona erlebt haben und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Alle Infos dazu findet ihr auf der Webseite des Mitbestimmungsportal der Hans-Böckler-Stiftung:

Auf der ver.di-Themenseite beantworten wir die häufigsten Fragen zum Arbeiten von zu Hause:

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Frauen aktiv für Tarif und gute Arbeit
© Moritz Braukmüller / ver.di Jugend