Gute Arbeit

Praxistipps für die Arbeit im Homeoffice

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Praxistipps für die Arbeit im Homeoffice

16 FAQs zu mobiler Arbeit, dazu ein DGB-Index zum Thema sowie Infos von ver.di b+b und HBS.
Frau Homeoffice Kinderbetreuung Corona junge Frau Stress gestresst Kind Kzenon, depositphotos.com Die Corona-Krise verlangt gerade Frauen besonders viel ab.

Seit März 2020 ist das Homeoffice für viele Beschäftigte zum zentralen Ort der Arbeit geworden, Ende Januar 2021 trat außerdem die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft. Schnell mussten neue Formen der digitalen Kooperation auf Distanz entwickelt werden. 

Insbesondere durch die Corona-Pandemie hat das mobile Arbeiten stark zugenommen. Die Arbeitgeber*innen wurden immer wieder von der Politik aufgefordert – von Januar bis Ende Juni 2021 schließlich sogar dazu verpflichtet ­­–, ihren Beschäftigten mobile Arbeit wo immer es geht zu ermöglichen, um die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus zu senken.

So schnell wie die Zahl der Zu-Hause-Arbeitenden anstieg, so schnell zeigten sich aber auch Licht und Schatten des Homeoffice. Sehr deutlich wurde, wo Regelungsbedarfe sind.

Auf der ver.di-Themenseite beantworten wir die häufigsten Fragen zum Arbeiten von zu Hause:

Frauen haben nicht die gleichen Chancen wie Männer, Homeoffice zu nutzen. Wenn sie es tun, arbeiten sie unter schlechteren Bedingungen. Der Grundstein für die ungleiche Verteilung von Chancen und Risiken rund ums Homeoffice war bereits vor der Corona-Krise gelegt.

Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Index Gute Arbeit:

Durch die neue Arbeitsschutzverordnung seit 27. Januar 2021 sind Arbeitgeber nun verpflichtet, soweit wie möglich Homeoffice anzubieten. Diese Regelung gilt zunächst befristet bis zum 15. März 2021.

ver.di b+b hat die zugehörigen Praxistipps entsprechend aktualisiert und erläutert die Details:

Mit der Arbeit aus dem Homeoffice sind zahlreiche Herausforderungen verbunden, u.a. Belastungen durch gleichzeitige Kinderbetreuung, die oft nicht hinreichende technische und räumliche Ausstattung Zu Hause, die notwendige zeitliche (Eigen-)Strukturierung des Arbeitsalltags und die Distanz zu Kolleg*innen, die neue Formen der Kommunikation und Abstimmung untereinander erfordern. 

Im besten Fall kommt dies Bedürfnissen von Beschäftigten nach und stabilisiert Prozesse. Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass gerade Frauen neben dem Homeoffice in die Sorgerolle gedrängt werden. Um der Gefahr individueller Überforderung zu begegnen, müssen klare Grenzen gezogen werden. 

Im Projekt „Orts- und zeitflexibles Arbeiten“ werden seit längerer Zeit Interviews in verschiedenen Fallbetrieben geführt, die bereits vor Corona Betriebsvereinbarungen zu orts- und zeitflexiblem Arbeiten abgeschlossen haben. Betriebsräte, Personalverantwortliche und Beschäftigte werden zu ihren Erfahrungen mit diesen flexibilisierten Arbeitsformen vor dem März 2020 befragt, aber auch dazu, wie sie die Umstellung durch Corona erlebt haben und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Alle Infos dazu findet ihr auf der Webseite des Mitbestimmungsportal der Hans-Böckler-Stiftung:

Übrigens: Schon gewusst? 

Auch im Homeoffice drohen Überforderung und gesundheitsschädlicher Stress, wenn Beschäftigte »rund um die Uhr« erreichbar sein müssen. Das Parlament der Europäischen Union will Beschäftigte schützen – und das Recht auf Nichterreichbarkeit im Digitalzeitalter zu einem europäischen Grundrecht machen!

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung plädiert im Frühjahr 2021 für einen Rechtsanspruch auf Homeoffice:

Nur Beschäftigte, „die (mit)entscheiden können, wo sie arbeiten, sind weniger gestresst, erkranken seltener an Burnout bzw. Depression, haben seltener Kündigungsabsichten und sind zufriedener im Job“, so das Fazit der Forscherinnen. 

Und was hilft noch in schwierigen Zeiten? Zusammenhalt und Solidarität!

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Frauen aktiv für Tarif und gute Arbeit
© Moritz Braukmüller / ver.di Jugend