Gute Arbeit

Flexibilisierung der Arbeitszeit

Gute Arbeit

Flexibilisierung der Arbeitszeit

Gegen den Fachkräftemangel gibt es sehr viel bessere Alternativen als längere Arbeitszeiten.

Videobeitrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Sie fordert eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.

Wir brauchen mehr Arbeitszeitsouveränität und eine Zeit, die zum Leben passt. Schlicht: Kurze Vollzeit für alle!

Gerade die aktuelle wirtschaftliche Lage und der Fachkräftemangel fordern neue Lösungen. Sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte. Allerdings muss Frau oder Mann sich die kurze Vollzeit auch leisten können – deshalb müssen die sogenannten "typischen Frauenberufe" dringend besser bezahlt werden!

Aktuell leiden Teile der deutschen Wirtschaft unter einem Fachkräftemangel. Auch diesem wollen Arbeitgeberverbände teils mit längeren Arbeitszeiten begegnen. Analysen zeigen allerdings, dass die Lösung viel mehr in flexiblen Arbeitszeitmodellen und einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen liegt. Zudem stiegen bei verlängerten Arbeitszeiten die psychischen und körperlichen Belastungen erheblich, gleichzeitig sänken Leistung und Produktivität, so Eike Windscheid und Yvonne Lott vom WSI. 

Zum Thema flexible Arbeitszeiten liefert das Online-Magazin t3n einen interessanten Ratgeber:

Arbeitszeit: Flexibel? Ja! – Ungeregelt? Nein! 

Der Aspekt der Zeiterfassung ist für mobile Arbeit besonders wichtig: Wo nichts dokumentiert wird, machen Beschäftigte im Homeoffice fast doppelt so viele Überstunden und können schlechter abschalten. 

Ein Report von November 2021 der Hans-Böckler-Stiftung zeigt neue Erkenntnisse zum Thema Homeoffice und Flexibilisierung der Arbeitszeit. Eine weitreichende Flexibilisierung der Arbeitszeit wird von verschiedenen politischen Akteur*innen gefordert. Anhand des nationalen und internationalen Forschungsstandes zeigt dieser Report, welche positiven, aber auch negativen Folgen flexible Arbeitszeiten (inklusive Homeoffice bzw. mobile Arbeit) für die Gesundheit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben haben können.

Dabei wird deutlich: Das bestehende Arbeitszeitgesetz ist für eine gesundheitserhaltende und vereinbarkeitsfreundliche Flexibilisierung der Arbeitszeit notwendig.

Anhand von Ergebnissen der fünften Welle der HBS-Erwerbspersonenbefragung zeigt der Report, dass arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen im Betrieb – etwa eine unzureichende Personaldecke, häufige Projekt- und Teamarbeit und knappe Deadlines – mit einer schlechteren Erholung von der Arbeit einhergehen. Eine Arbeitszeiterfassung im Homeoffice kann hingegen die Erholung fördern.

SPD, Grüne und FDP wollen das bestehende Arbeitszeitgesetz aufweichen. Wir lehnen dieses Vorhaben strikt ab! Schutzgrenzen sind gerade in Zeiten der Digitalisierung besonders wichtig.


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