Existenzsicherung

Für eine Rente mit Niveau!

Existenzsicherung

Für eine Rente mit Niveau!

Gerade Frauen sind vom sinkenden Rentenniveau betroffen und oftmals sogar doppelt bestraft!

Durch politisch beschlossene Verschlechterungen, niedrige Löhne und ungesicherte Beschäftigung droht immer mehr Menschen ein Altern in Armut. (Quelle: Wirtschaftspolitik aktuell, Ausgabe 02/2016)

Die Rente muss zum leben reichen. Foto: Mike Schröder/Argus Leerer Kühlschrank

Die soziale Absicherung des Alters war einmal eine große Errungenschaft unseres Sozialstaats. Im 21. Jahrhundert droht dieser soziale Fortschritt unter die Räder zu kommen.

Wer monatlich 2.600 Euro brutto hat, muss heute mehr als 33 Jahre Vollzeit arbeiten, um später nicht auf dem Sozialamt zu landen. Da jede/r dritte sozial versicherte Beschäftigte aber weniger als 2500 Euro erhält, droht Millionen Menschen ein Alter in Armut.

Gerade Frauen sind hiervon betroffen und mitunter sogar doppelt bestraft – arbeiten sie doch oftmals zu niedrigen Löhnen und müssen dann als Mütter auch noch Auszeiten für Sorgearbeit nehmen, die nicht anständig bewertet werden!

Ein "selbst gemachtes" Problem

Die zu niedrigen Renten sind politisch gemacht. Der Ausbau des Niedriglohnsektors, die Förderung nicht sozialversicherter Arbeit und die Rentenpolitik der letzten anderthalb Jahrzehnte sorgen dafür, dass viele Beschäftigte künftig von ihrer Rente nicht mehr leben können.

Doch die Rentenkürzungen waren nie alternativlos. Der Sozialstaat kann die Alterung der Gesellschaft auch ohne Leistungsabbau bewältigten.

Wir bleiben dabei – das Rentenniveau muss wieder steigen!

Deswegen streitet ver.di natürlich weiter für auskömmliche und möglichst den Lebensstandard sichernde Renten. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, darf nicht im Alter ans Sozialamt verwiesen werden!

Unsere Forderungen:

  • Die anstehende weitere Senkung des Rentenniveaus muss verhindert werden!
  • Zeiten der Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und Pflege müssen rentensteigernd berücksichtigt werden!
  • Gering entlohnte Erwerbsphasen müssen für die Rente aufgewertet werden!
  • Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, darf nicht noch mit hohen Abschlägen bestraft werden.

Schlicht gesagt: Die Rente muss mindestens so hoch sein, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, nicht später zum Sozialamt müssen!

Solche wirklichen Reformen würden auch künftig ein Altern in Würde ermöglichen!

Zusätzliche Grafiken und die komplette Meldung als kompaktes PDF gibt es auf der Website des ver.di-Bereichs Wirtschaftspolitik.