Rente

Koalition einigt sich zur Grundrente

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Koalition einigt sich zur Grundrente

Unsere Kurzbewertung und eine Einschätzung des DGB zum geplanten Rentenmodell.
Grundrente Rente Geld Geldscheine Christian Horz, Bild-ID #1316082398, Shutterstock.com Es gibt endlich eine Einigung: Die Grundrente kommt!

Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke hat die Lösung des Konflikts um die Grundrente als "einen wichtigen Schritt der Koalition zur Anerkennung der Lebensleistung vieler tausend Menschen und für mehr Fairness im Rentensystem" gewürdigt, führt alllerdings auch Kritikpunkte an.

"Wer jahrzehntelang mit niedrigem Einkommen hart gearbeitet hat, kann nun eine Rente bekommen, die oberhalb der Grundsicherung liegt", erklärte Werneke.

"Allerdings hätten es mehr als die jetzt absehbaren 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen richtigerweise verdient, von der Grundrente zu profitieren."

Die vorgesehene Einkommensprüfung macht es unnötig kompliziert.

Frank Werneke, Vorsitzender der ver.di

Die geplante Einkommensprüfung unter Zugrundelegung von Daten der Finanzämter sieht Werneke als eine unnötige Komplikation und Hürde.

"Positiv bleibt aber, dass nach mehreren vergeblichen Versuchen nun endlich überhaupt eine Grundrente geschaffen wird.

"Positiv ist auch, dass insbesondere von Altersarmut bedrohte Frauen davon profitieren," so Werneke.

  • Werneke kritisiert "antiquiertes Frauenbild"

    Kritisch wertete der Gewerkschaftsvorsitzende, dass die Einkünfte von Ehepaaren für den Anspruch auf eine Grundrente zusammengerechnet werden sollen.

    "Das ist Ausdruck eines antiquierten Frauenbildes – dieses wollen konservative Politiker offenbar verfestigen", so Werneke.

    "Zu Recht kommt ja auch niemand vor der Auszahlung der normalen Altersrente auf die Idee, die Zahlungen vom Einkommen des Ehepartners abhängig zu machen."

  • DGB zur Grundrenten-Einigung

    Zur Einigung über die Grundrente sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Sonntag, den 10. November 2019, in Berlin:

    "Der DGB begrüßt, dass Union und SPD sich nach langem und zähen Verhandeln auf eine Grundrente geeinigt haben. Die Koalition zeigt damit, dass sie handlungsfähig ist und anerkennt die Lebensleistung von nahezu 1,5 Millionen Beschäftigten, die jahrzehntelang aus niedrigem Einkommen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Die meisten von ihnen sind Frauen."

    Kritik gab es allerdings für die geforderte Einkommensprüfung und die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung.

    Die vollständige Eionschätzung des DGB-Vorstands findet ihr hier:

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