Rente

Werneke warnt vor Scheitern der Grundrente

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Werneke warnt vor Scheitern der Grundrente

Bedürftigkeitsprüfung für ver.di inakzeptabel: Von 2,75 Millionen Berechtigten sollen nur 150.000 übrig bleiben.
Frau Rente Seniorin Schild Protest 89126139983@mail.ru, Bild-ID #267143114, Depositphotos.com Verkommt die geplante Grundrente zur Makulatur?!

Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses am Sonntag, den 20.10.2019, in Berlin und Gesprächen in dieser Woche hat der neue ver.di-Vorsitzende Frank Werneke vor einem Scheitern der Grundrente gewarnt.

"Wenn CDU und CSU die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgesehenen 2,75 Millionen Berechtigten für eine Grundrente auf 150.000 reduzieren wollen, wird vom großen Vorhaben nur noch Makulatur übrig bleiben", erklärte Werneke.

Nach den bekannt gewordenen Vorstellungen aus der Union würden nur ungefähr zehn Prozent der dann noch Berechtigten auf Ostdeutschland entfallen.

Das Ziel der Grundrente muss sein, einen Rentenanspruch zuzuerkennen, der oberhalb der Grundsicherung liegt – insbesondere den Frauen, die oft jahrzehntelang mit niedrigem Einkommen gearbeitet haben.

Frank Werneke, Vorsitzender der ver.di

"Wer eine solche Lösung anstrebt, erkennt die Lebensleistung von Millionen Menschen nicht an", so der ver.di-Vorsitzende. "Und wenn das nicht gelingt, darf auch niemand die Enttäuschung der Betroffenen über das politische System bejammern", so Werneke.

Da es bei der Rente um eine Versicherungsleistung gehe, sei eine Bedürftigkeitsprüfung nicht akzeptabel, "weil sie bei der normalen Altersrente natürlich auch nicht durchgeführt wird".

Werneke erinnerte daran, dass es bereits der dritte Versuch einer Bundesregierung ist, die Grundrente durchzusetzen.

"Es wäre beschämend, wenn es diesmal wieder keine überzeugende Lösung geben würde", sagte Werneke.

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