Rente

Zahl des Monats: 4,40 € bringt ein Jahr Minijob für die Rente!

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Zahl des Monats: 4,40 € bringt ein Jahr Minijob für die Rente!

Bei Tätigkeiten in privaten Haushalten sieht die Lage noch düsterer aus, der DGB schlägt Alarm.
Minijob Scrabble Buchstaben stockwerk-fotodesign, Bild-ID #264121292, depositphotos.com Mit Mini-Job sind die Aussichten mehr als dürftig...

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schlägt Alarm: Die Lage für Beschäftigte mit Minijob sieht absolut düster aus. Zur Abhilfe fordert der DGB eine Exit-Strategie. 

Problem 1: Mini-Rente

Ein Jahr mit einem 450-Euro-Job und entsprechenden Rentenversicherungsbeiträgen lässt das allgemeine Rentenniveau um ca. 4,40 Euro steigen – also nur verschwindend gering.

Dabei lässt sich auch noch die große Mehrheit der Beschäftigten mit Minijob von der Rentenversicherung befreien, nämlich:

  • 81 Prozent der Minijob-Beschäftigten im gewerblichen Bereich, bei ihnen kommen somit nur noch 3,55 Euro brutto pro Jahr für die Rente dazu;
  • 87 Prozent derjenigen in privaten Haushalten, sie bekommen dadurch nur noch 1,18 Euro brutto mehr Rente pro Beitragsjahr.

Durch die Befreiung gehen obendrein Beitragsjahre für die Wartezeit verloren und die Beschäftigten verzichten auf eine Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente sowie auf medizinische Rehabilitationsmaßnahmen.

Gleichzeitig werden dadurch Sozialkassen massiv geschwächt. Andere Beschäftigte, vor allem solche mit kleinen und mittleren Einkommen, müssen dafür zahlen.

Problem 2: Mini-Arbeitsrechte

Theoretisch sind Minijobs arbeitsrechtlich gleichgestellt mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen. Praktisch sieht das meistens anders aus: Meisten gibt es keine Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, keine Bezahlung von Überstunden und auch keinen bezahlten Urlaub.

Durch falsche Arbeitszeiterfassung wird mitunter der Lohn gedrückt. Und die Arbeit an sich erfolgt oft auf Abruf und ist dadurch nicht planbar.

Problem 3: Mini-Chancen

Von wegen Fachkräfte- und Personalmangel: Die meisten geringfügig Beschäftigten haben einen beruflichen oder akademischen Abschluss und verrichten oft dennoch Helfertätigkeiten.

Normalerweise haben sie auch keine Option auf eine Aus- und Weiterbildung, ebenso kaum Chancen für einen Aufstieg im Beruf oder für ein stabileres Einkommen.

Der DGB fordert daher, Minijobs schrittweise in sozialversicherungspflichtige Teilzeit umzuwandeln. Gleichzeitig müssen niedrige Einkommen über einen Arbeitnehmer-Entlastungsbetrag steuerlich entlastet werden.

Weitere Infos und Grafiken zum Thema findet ihr auf der Webseite des DGB.

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