Frauen gegen Altersarmut

Gute Arbeit – gute Rente – gutes Leben!

Rente

Gute Arbeit – gute Rente – gutes Leben!

Unsere Resolution, Fotos und Redebeiträge von der Frauenalterssicherungskonferenz 2019
15. Frauenalterssicherungskonferenz bei ver.di Wolfgang Borrs Rückblick auf die Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019 bei ver.di

Am 28. August 2019 fand in Berlin unsere 15. Frauen-Alterssicherungskonferenz statt. Wir liefern euch hier einen ersten Rückblick mit Fotos und Unterlagen von dieser gelungenen Veranstaltung!

Die Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019 der ver.di-Bereiche Sozialpolitik sowie Frauen- und Gleichstellungspolitik in Kooperation mit dem Sozialverband Deutschland SoVD fand in der ver.di Bundesverwaltung in Berlin statt. Knapp 180 Kolleginnen, Kollegen und Interessierte hatten sich
angemeldet.

Es gab nicht nur interessante Diskussionen u. a. zu den Themen Grundrente, Bürgerversicherung, Erwerbstätigenversicherung, Finanzierung, Sorgearbeit umverteilen u. v. m., sondern auch spannende Redebeiträge von:

  • Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di Bundesvorstand
  • Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin und Präsidiumsmitglied des SoVD
  • Frank Bsirske, Vorsitzender von ver.di
  • Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im BMAS
  • Adolf Bauer, Präsident des SoVD
  • Dagmar König, Mitglied im ver.di Bundesvorstand und zuständig für die Bereiche Arbeitsmarkt - und Sozialpolitik
  • Brigitte L. Loose, Leiterin des Forschungsnetzwerks FNA der Deutschen Rentenversicherung Bund
  • Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik in ver.di
  • Karin Schwendler, Leiterin des ver.di-Bereichs Frauen- und Gleichstellungspolitik
  • Dr. Simone Real, Referentin für Frauen- und Familienpolitik beim SoVD Bundesverband

Weitere Details zu den Redebeiträgen findet ihr unten in unserem Konferenzbericht zum Download als PDF.

Verabschiedet wurde auf unserer gelungene Zusammenkunft mit heftigem Applaus der Teilnehmenden auch die Resolution „Gute Arbeit – gute Rente – gutes Leben!", ebenfalls unten zu finden.

  • Resolution der 15. ♀ -Alterssicherungskonferenz von ver.di und SoVD

    Frauen werden gerade im Dienstleistungsbereich noch immer schlechter bezahlt als Kollegen in typischen männerdominierten Berufen. Die Beschäftigten im Handel, in den Kitas, im Gesundheitswesen, der Altenpflege und in vielen anderen Berufen arbeiten oft zu sehr niedrigen Löhnen. Arbeitgeber entziehen sich den Tarifverträgen u.a. durch Austritte aus den Verbänden!

    Wir brauchen daher dringend Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und bei der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zugunsten der Beschäftigten!

    Bis diese allerdings wirksam werden, müssen Kolleginnen und Kollegen, die ihr Leben lang – mit welcher wechselnden Arbeitszeit auch immer – erwerbstätig waren, im Alter zusätzlich abgesichert werden. Oft hat während der Erwerbstätigkeit das Geld gerade für sie selbst und ggf. die Familie gereicht – für die meisten ist dann der Weg in die Altersarmut vorprogrammiert. In dieser Situation bedürftig zu sein und – trotz eines langen Berufslebens – zum Sozialamt gehen zu müssen, empfinden die Betroffenen zu Recht als entwürdigend.

    Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss von der Rente auch gut leben können!

    • Eine Grundrente muss auch für Frauen, und hier insbesondere für alleinerziehende Mütter, erreichbar sein. Die Rentenversicherungszeiten sollten deshalb neben der Erwerbsarbeit auch Kindererziehung und Pflege gebührend anerkennen. Darüber hinaus gilt es, Zeiten von Arbeitslosigkeit ebenfalls angemessen zu erfassen.
    • Die Höhe der Grundrente sollte spürbar über der Grundsicherung liegen.
    • Wir stehen als ver.di und SoVD für eine eigenständige Existenzsicherung von Frau und Mann. Auch deshalb darf es keine Anrechnung von Partnereinkommen oder Vermögen geben. Wir lehnen eine Bedürftigkeitsprüfung – wie z.B. bei der Grundsicherung – entschieden ab!

    Und Kritiker*innen sagen wir deutlich: Das alles ist aus Steuermitteln finanzierbar, wenn es nur gewollt wird!

    Als Gegenargument dient häufig, dass ohne Bedürftigkeitsprüfung ja die oft beispielhaft genannte Zahnarztgattin auch diese Leistungen bekäme, ohne dass sie sie benötigen würde. Dazu sagen wir: Na und?! Wenn sie die Voraussetzungen erfüllt und u.a. 35 Jahre gearbeitet hat, dann hat sie das auch verdient!

    Was haben Politiker im Jahre 2019 noch immer für Frauenbilder im Kopf, wenn das ihr einziges Argument ist? Bei der aus der Rentenkasse finanzierten Mütterrente spielte das jedenfalls keine Rolle! Eine eigenständige Existenzsicherung für alle Menschen sollte doch wohl selbstverständlich sein.

    ver.di und SoVD setzen sich dafür ein, dass das von Arbeits- und Sozialminister Heil im Januar 2019 vorgeschlagene Konzept einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung verbunden mit Verbesserungen beim Wohngeld und einem Freibetrag in der Grundsicherung für die Rente noch in dieser Legislaturperiode gesetzlich verankert wird.

    Die Teilnehmenden der 15. Frauen-Alterssicherungskonferenz fordern die Politik zum Handeln auf! Lebensleistung soll honoriert werden! Und Arbeiten muss sich lohnen – im Erwerbsleben und fürs Alter! Grundrente jetzt – und zwar ohne Bedürftigkeitsprüfung!

    Insgesamt 150 von euch waren dabei – herzlichen Dank an alle Beteiligten!

    Unten findet ihr die Resolution und weitere Redebeiträge unserer Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019 als PDF zum Download.

  • Kurzbericht und einzelne Redebeiträge der Frauen-Alterssicherungskonferenz 2019

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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