Frauen gegen Altersarmut

Rente muss zum guten Leben reichen!

Rente

Rente muss zum guten Leben reichen!

Resolution und Rückblick zur Frauenalterssicherungskonferenz 2018
14. Frauenalterssicherungskonferenz bei ver.di Matthias Reichelt Wir wollen nicht nur Gleichberechtigung, sondern tatsächliche Gleichstellung in allen Bereichen!

Am 03. Juli 2018 fand in Berlin unsere 14. Frauen-Alterssicherungskonferenz statt. Wir liefern euch hier einen ersten Rückblick mit Fotos und Unterlagen von dieser gelungenen Veranstaltung!

Resolution der 14. ♀ -Alterssicherungskonferenz von ver.di und SoVD

Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss von der Rente auch gut leben können. Deshalb brauchen wir für Frauen mehr sozialen Ausgleich in der Alterssicherung!

Gesamtgesellschaftliche Leistungen wie die rentenrechtliche Absicherung von Kindererziehung und Pflege müssen für alle Sorgenden gleich und steuerfinanziert sein.

Betriebsrenten müssen flächendeckend auch für Frauen ein zusätzliches Plus zur gesetzlichen Rente werden.

Wir wollen eine partnerschaftliche Gesellschaft!
Noch übernehmen Frauen täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgetätigkeiten als Männer: mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und mit der Hausarbeit.

Damit Erwerbs- und Sorgearbeit zukünftig für Frauen und Männer gleichermaßen möglich ist, brauchen wir eine Veränderung der Rahmenbedingungen. Frauen müssen sich mehr um ihre Existenzsicherung und Altersvorsorge kümmern können und Männer mehr um die Familie.

Die Rente spiegelt das Erwerbsleben wieder, deshalb fordern wir:

  • Aufwertung frauentypischer Berufe, denn Niedriglöhne führen zu Niedrigrenten, die nicht zum Leben reichen!
  • Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit für alle!
  • Angebote zur auskömmlichen kurzen Vollzeittätigkeit für Frauen und Männer;
  • Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeit ab dem ersten Euro!
  • Weg mit der sachgrundlosen Befristung, die eine Lebensplanung insbesondere für junge Menschen fast unmöglich macht!
  • Stärkung der Tarifbindung und Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen! Denn wo Tarife gelten, sind die Löhne besser und der Gender Pay Gap ist wesentlich niedriger.

Jetzt ist die Politik gefordert: Wir wollen nicht nur Gleichberechtigung, sondern tatsächliche Gleichstellung in allen Bereichen!

Um all das zu diskutieren und Klarheit zu schaffen über die angestrebten politischen Ziele der laufenden Legislaturperiode, haben wir uns am 03. Juli in Berlin zur 14. Frauen-Alterssicherungskonferenz getroffen:

Weiter unten findet ihr die Dokumentationen zu unseren Workshops als Fotoprotokolle sowie Redebeiträge von zwei unserer Referierenden vor Ort – hier in Kurzform zum Download:

  • Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik, ver.di Bundesverwaltung
    Die Vorhaben der neuen Bundesregierung und ihre Auswirkungen auf Frauen aus alterssicherungspolitischer Perspektive (16 Charts, PDF)
  • Dr. Ulrike Spangenberg, Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)
    Eine bessere Alterssicherung für Frauen? Anmerkungen zum Koalitionsvertrag (10 Charts, PDF)


Insgesamt 120 von euch waren bei unserer Frauen-Alterssicherungskonferenz dabei – herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Vollständiges Programm und Einladungsflyer zur FASK 2018 stehen weiterhin bei unserer ursprünglichen Terminankündigung zur Verfügung.