Sexismus & Gewalt

NEIN zu sexueller Belästigung und Gewalt gegen Frauen!

Sexismus & Gewalt

NEIN zu sexueller Belästigung und Gewalt gegen Frauen!

Resolution aus Niedersachsen-Bremen: Die Gewerkschaftsfrauen beziehen Position.
Stopp Nein Gewalt gegen Frauen patronestaff, Bild-ID #58440201, Depositphotos.com Die Frauen in ver.di sagen gemeinsam NEIN zu jedweder Art von Gewalt an Frauen!

Als Gewerkschaftsfrauen und abhängig Beschäftigte ebenso wie als Teil der Gesellschaft in Deutschland, Europa und der Welt positionieren wir uns eindeutig:

  • GEGEN sexuelle Belästigung, GEGEN sexualisierte Gewalt;
  • GEGEN rassistische Hetze, GEGEN die rechtspopulistische und rechtsextreme Instrumentalisierung des Themas;
  • GEGEN den bundes-, europa- und weltweiten Rechtsruck und das Erstarken von Sexismus, Rassismus und Antisemitismus;

  • FÜR ein respektvolles, solidarisches Miteinander – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geographischer, kultureller und sozialer Herkunft;
  • FÜR die Umfairteilung von (bezahlter wie unbezahlter) Arbeit und von Reichtum – von beidem ist in diesem Land mehr als genug vorhanden!

Die Gewerkschaftsfrauen haben sich auf ihrer Landesbezirksfrauenkonferenz ver.di Niedersachsen-Bremen am 12. Januar 2019 in Hannover in einer Resolution klar positioniert gegen jede Form von sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt gegen Frauen – am Arbeitsplatz, in der Familie, auf der Straße und überall!

Die Frauen in ver.di stehen bundesweit hinter dieser Resolution und sagen mit der gleichen Deutlichkeit:

Wir brauchen in unserer Gewerkschaft und unserer Gesellschaft

  • offene, kritische und differenzierte Debatten über sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt;
  • das Ernstnehmen von Betroffenen sexualisierter Gewalt: keine Verharmlosung, keine Umkehr von Opfern und Täterinnen oder Tätern (z.B. durch Verhaltensregeln für Frauen);
  • Zeuginnen und Zeugen, die nicht wegschauen, sondern eingreifen!

Als Gewerkschaftsfrauen nehmen wir auch die Politik in die Verantwortung und fordern von ihr

  • die Sicherstellung der notwendigen Hilfe und Unterstützung für Opfer von Übergriffen – Ausbau und Stärkung von Frauenhäusern und anderen Schutz- und Hilfsangeboten;
  • Aufklärung und konsequente Strafverfolgung bei Gewalt gegen Frauen; Schließung der noch bestehenden Lücken im Strafrecht zu sexuelle Belästigung als Straftat;
  • Schulung von Polizei und Justiz, Stärkung von geschlechtersensibler Pädagogik;
  • breit angelegte, zielgruppenorientierte und auch in Integrationskursen verankerte Präventionsmaßnahmen!

Wir lassen uns nicht vor den Karren von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und anderen reaktionären Kräften spannen!

Diese propagieren seit der viel diskutierten „Silvesternacht von Köln“ 2015/2016 inhaltlich absurd und widersprüchlich, aber wirkmächtig den „Schutz der deutschen Frau“ vor den „Horden männlicher Flüchtlinge aus dem islamischen Kulturkreis“.

Sexismus und sexualisierte Gewalt dürfen nicht „islamisiert“ oder als pauschal religiöses Problem transportiert werden – sie geschehen in jeder Gesellschaftsgruppe und -schicht, jeden Tag!

Die vollständige Resolution zum Thema findet ihr hier als PDF, gerne auch zum Ausdrucken und Verteilen (für alle, die nicht so gerne online lesen):

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