Sexismus & Gewalt

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Das Projekt FEM-UnitED soll die Öffentlichkeit zum Thema Femizide sensibilisieren.
02.08.2022
Von Gewalt betroffene Frauen und Kinder brauchen staatliche Hilfe!

Die Ampelregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, die weitere Umsetzung der Istanbul-Konvention mit einer Strategie auf Bundesebene gegen häusliche Gewalt und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen stärker voranzutreiben. Das Projekt FEM-UnitED soll dabei unterstützen.

Die Istanbul-Konvention verpflichtet Deutschland, auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Gewalt zu verhindern. Da es belastbare Daten braucht, um das Ausmaß geschlechtsbezogener Gewalt in Deutschland zu erfassen und politisch angemessen reagieren zu können, soll eine unabhängige Berichterstattungsstelle die Situation und die Wirkungen der politischen Maßnahmen daten- und evidenzbasiert beobachten.

Femizid als extremste Form der geschlechtsspezifischen Gewalt

Femizid, die vorsätzliche Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, ist die extremste Form geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen. In Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Dieses Video veranschaulicht die weltweiten Auswirkungen von Femiziden.

Das Projekt FEM-UnitED zielt darauf ab, die staatlichen und gesellschaftlichen Reaktionen auf häusliche Gewalt gegen Frauen so zu verbessern, dass Schädigungen von Frauen und Kindern sowie Femizide verhindert werden. Mehr zu FEM-UnitED findet ihr hier auf der Webseite zum Projekt!

Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern

 

Von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder brauchen überall im Land Zugang zu Schutz und Beratung.

Lisa Paus, Bundesfrauenministerin

Der runde Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" ist unter der Leitung von Bundesfrauenministerin Lisa Paus am 06. Mai 2022 zum ersten Mal in der aktuellen Legislaturperiode zusammengekommen. Die Sitzung bildete den Auftakt für die Beratungen über eine bundesgesetzliche Regelung des Rechts von Frauen und ihren Kindern auf Schutz und Beratung bei Gewalt. Paus betonte die Wichtigkeit einer bundesgesetzlichen Regelung für den bedarfsgerechten Ausbau des Hilfesystems. Denn obwohl es bundesweit rund 350 Frauenhäuser, 100 Schutzwohnungen und mehr als 600 Beratungsstellen gibt, reiche das Schutzsystem vielerorts nicht aus.

In ihren Beratungen am runden Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ hatten sich Bund, Länder und Kommunen in der vergangenen Legislaturperiode bereits mit breiter Mehrheit für eine bundesgesetzliche Regelung ausgesprochen. Das dazu verabschiedete Positionspapier soll die Grundlage für einen Gesetzentwurf in dieser Legislatur bilden. Sein Ziel: Verlässlichkeit für alle gewaltbetroffenen Frauen mit ihren Kindern zu schaffen und sicherzustellen, dass sie bundesweit professionelle Unterstützung gegen Gewalt erhalten können.

Mehr Infos zum Thema gibt es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: 

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Die DGB Frauen brechen das Schweigen!
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