Vereinbarkeit

Vereinbarkeit hängt stark vom betrieblichen Umfeld ab

Vereinbarkeit

Vereinbarkeit hängt stark vom betrieblichen Umfeld ab

Neue Studie zum Thema vom Institut für Personal und Arbeit im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung
Vereinbarkeit Familie Beruf Frau Baby Standsome, pixabay.com Besser mit einer starken Gewerkschaft: Tarifbindung und Mitbestimmung erleichtern die Arbeitszeitgestaltung!

Arbeitszeit gemeinsam gestalten:  Nur wenn Beschäftigte an einem Strang ziehen, können sie bessere Arbeitszeiten durchsetzen! Das ist das Ergebnis einer Studie von Doris Holtmann und Wenzel Matiaske vom Institut für Personal und Arbeit der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

Die gute Nachricht zuerst: Die besten Möglichkeiten haben Beschäftigte in Unternehmen mit Tarifbindung und Betriebsrat. Also nichts wie los, Mitglied werden und damit der zuständigen Gewerkschaft den Rücken stärken – mehr dazu unten!

Wie lassen sich Beruf und Privates so vereinbaren, dass Menschen gut damit leben können? Das hängt oft vom betrieblichen Umfeld ab. In ihrer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie haben die Forschenden untersucht, welche arbeitszeitpolitischen Instrumente in verschiedenen Unternehmen zum Einsatz kommen.

Basis der Untersuchung waren einerseits eine breit angelegte Befragung im Personalmanagement, andererseits acht Fallstudien in ausgewählten Betrieben. Für die Fallstudien wurden Groß- und Kleinbetriebe, Betriebe aus Ost- und Westdeutschland sowie aus frauen- und männerdominierten Branchen ausgesucht.

So war es möglich, die Arbeitszeitpolitik vor dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Rahmenbedingungen zu beleuchten – etwa in einer großen Klinik in Westdeutschland, in der überwiegend Frauen arbeiten, oder bei einem kleinen Automobilzulieferer im Osten, der fast ausschließlich Männer beschäftigt. Voraussetzung war, dass das Personalmanagement zu einer Kooperation bereit war – dadurch kamen nur solche Unternehmen infrage, in denen ein Problembewusstsein für Arbeitszeitfragen vorhanden ist. 

Je nach Branche, Betriebsgröße oder Standort unterscheiden sich die Voraussetzungen: Bei Tätigkeiten in der Produktion oder bei Dienstleistungen, die kontinuierlich erbracht werden müssen, sind Schicht- und Wochenendarbeit der Regelfall. Gleitzeit lässt sich schwer verwirklichen, wenn Aufgaben zu festen Zeitpunkten anfallen, Prozesse nicht unbeaufsichtigt laufen können oder Fließbandarbeit dominiert.

Telearbeit ist nur dann möglich, wenn die Arbeiten ortsungebunden erledigt werden können. „Allerdings verbleiben erhebliche Gestaltungsspielräume“, schreiben die Forschenden. Selbst im Gesundheitswesen oder der Metallindustrie, wo Tag für Tag in mehreren Schichten gearbeitet wird, fänden sich Möglichkeiten, die Vereinbarkeit zu verbessern. 

Klar ist:

  • Arbeitgeber müssen etwas bieten
  • Tarif und Mitbestimmung erleichtern Arbeitszeitgestaltung

Mehr Details zur Studie findet ihr auf der Seite der Hans-Böckler-Stiftung:

Und was sorgt noch für gute Arbeitsbedingungen? Eine starke Gewerkschaft!

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