Vereinbarkeit

Elternzeit: Väter können's auch!

Vereinbarkeit

Elternzeit: Väter können's auch!

Karin Schwendler im Interview mit ZEIT online zur Teilzeit für Väter sowie Susanne Mierau über Rollenklischees
Vater Kind Baby Säugling Flasche halfpoint, Bild-ID #27507903, depositphotos.com Natürlich: Babys können auch von Vätern liebevoll umsorgt werden!

Susanne Mierau (bloggt auf „Geborgen Wachsen") kennt sich mit traditionellen Rollenklischees aus und hat sich gefragt: Warum verfallen wir immer wieder in die klassischen Rollenmuster? Weil Frauen einfach besser zur Kinderbetreuung geeignet sind?

Wohl kaum. Und am Ende hängt natürlich alles mit wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Frauen zusammen. 

Wenn es um die Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit geht, ist das in Deutschland vorherrschende Modell noch immer das des Vaters in Vollzeit und der Mutter in Teilzeit, die sich um die Familienarbeit kümmert.

Das hinterlässt Spuren: Viele Frauen haben kein existenzsicherndes Einkommen, geraten in wirtschaftliche Abhängigkeit und sind von Altersarmut bedroht.

Doch auch wenn viele Paare es sich anders wünschen, gelingt es bisher noch keiner Mehrheit, aus den klassischen Rollenklischees auszubrechen. Mierau appelliert für mehr Mut und sieht die Sache so:

  • Kinder brauchen Zuwendung – nicht zwangsweise durch Mütter:
    Wir wissen heute, dass es kaum Unterschiede zwischen Müttern und Vätern gibt in Bezug auf den hormonellen Einfluss auf das Fürsorgeverhalten.

  • Väter können’s auch:
    Babys können von Müttern wie Vätern liebevoll umsorgt werden und es gibt in ihrem Verhalten nur wenige Unterschiede.

  • Natürliche Mutterschaft ist eigentlich nur Sozialisation in einem patriarchalen System:
    Der Gedanke, dass Mütter besser Kinder umsorgen könnten – und dies auch noch allein tun sollen – hat sich über die Jahrhunderte in uns festgesetzt, obwohl die Wissenschaft längst anderes belegt hat.

  • Wie das alles mit wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Frauen zusammenhängt:
    Kinder sollen erfahren, dass die sozialisierten Rollenvorstellungen endlich überwunden werden. Vielleicht wird es in der nächsten Generation dann schon etwas einfacher.

Den Gastbeitrag von Susanne Mierau findet ihr auf der Webseite von "Was verdient die Frau"!

In eine ähnliche Richtung geht ein Beitrag von ZEIT online, der von einem Domino-Effekt ausgeht: Sobald immer mehr Männer in Teilzeit arbeiten, werde das irgendwann zur neuen Normalität.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn viele Männer haben immer noch Angst, sich beruflich etwas zu verbauen. 

"Eine berechtigte Sorge", sagt Karin Schwendler, Leiterin des Bereichs Frauen- und Gleichstellungspolitik bei ver.di. Elternzeit und Teilzeit seien immer noch "Karrierekiller". Zwar gebe es oft gute Möglichkeiten, um die Arbeitszeit zu reduzieren.

Auch zeigten Umfragen, dass mehr Väter in Teilzeit arbeiten möchten. "Trotzdem sind viele Männer noch zögerlich", so die Gewerkschafterin.

Hier geht es zum "Domino-Effekt: Wie Teilzeit für Väter zur Normalität werden kann" auf ZEIT online.

Was hilft noch gegen verkrustete Rollenbilder und für mehr Geschlechtergerechtigkeit? Eine starke Gewerkschaft!

Seid dabei, denn nur gemeinsam sind wir stark! Denn je mehr wir sind, umso besser können wir eure Interessen vertreten!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für eine faire Verteilung zwischen Frauen und Männern!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr Infos zur Vereinbarkeit auf unserer Themenseite:

Familie Beruf Vereinbarkeit Baby Schreibtisch Kind
© halfpoint, Bild-ID #64686479, Depositphotos.com