Vereinbarkeit

Väterreport 2021

Vereinbarkeit

Väterreport 2021

Bericht des Bundesfamilienministeriums zeigt Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Vater Tochter Kind Familie Freizeit Radharani, ID #116126182, Shutterstock.com Väter möchten mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.

Anfang Oktober 2021 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den "Väterreport. Update 2021" veröffentlicht.

Zum zweiten Mal stellt der Report auch die Situation von Vätern dar, die in Trennung leben. Ein eigenständiges Kapitel thematisiert die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Beruf und Familie.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht sagt zum Thema: "Heute teilen sich in jeder sechsten Familie beide Eltern die Kinderbetreuung gleichermaßen auf. Trotzdem klaffen in den meisten Familien Wunsch und Wirklichkeit noch auseinander. Der Väterreport zeigt, dass viele Väter sich gerne deutlich mehr an der Betreuung ihrer Kinder beteiligen würden. Corona hat trotz aller Belastungen gezeigt, dass eine partnerschaftlichere Aufgabenteilung möglich ist, auch dank einer veränderten Arbeitswelt. Viele Väter haben sich in dieser Zeit mehr als je zuvor um die Bildung und Betreuung ihrer Kinder gekümmert. Das sind Erfahrungen, an die Familien, aber auch wir als gesamte Gesellschaft, anknüpfen können.

Die meisten Eltern wünschen sich eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Zeit für ihre Kinder. Doch dies zu erreichen ist ein täglicher Spagat. Dabei brauchen Familien die bestmögliche Unterstützung: durch moderne Familienleistungen, die Partnerschaftlichkeit fördern, und durch gute Kitas und Ganztagsschulen."

Wir müssen die positiven Effekte stärken, die Elternzeit und Elterngeld für die Partnerschaftlichkeit haben!

Christine Lambrecht, Bundesfamilienministerin

Diese Schlüsse zieht der Report:

  • Elterngeld und Elternzeit sind wirksame Instrumente, die Väter dabei unterstützen, im Beruf kürzerzutreten und sich stärker familiär zu engagieren.
  • 68 Prozent der Mütter von minderjährigen Kindern arbeiten in Teilzeit, aber nur sieben Prozent der Männer.
  • 52 Prozent der Väter würden gerne weniger arbeiten.
  • 42 Prozent der Mütter wollen ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen oder ausweiten.

Der Report empfiehlt daher, die positiven Effekte von Elternzeit und Elterngeld deutlich zu verlängern und über eine Familienarbeitszeit zu einer existenzsichernden und vollzeitnahen Erwerbstätigkeit sowohl von Müttern, als auch von Vätern beizutragen.

Und ein interessantes Ergebnis zu Corona:

  • Während der Coronakrise waren viele Väter in Kurzarbeit oder im Homeoffice tätig, engagierten sie sich stärker in der Familienarbeit.
  • Die tägliche Kinderbetreuungszeit der Väter stieg um fast 90 Prozent, im Schnitt auf 5,3 Stunden/Tag.
  • Die Care-Arbeit der Mütter stieg um 43 Prozent, im Schnitt auf 9,6 Stunden/Tag. Sie übernehmen also nach wie vor fast doppelt so viel Familienarbeitszeit. 

Der Väterreport wertet die Pandemie-Erfahrungen als Chance, die Familienarbeit nachhaltiger partnerschaftlich aufzuteilen.

Mehr Details und den vollständigen Väterreport 2021 findet ihr hier:


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